Der konservative Berliner Kreis der CDU drängt Kanzlerin Angela Merkel, im Bundestagswahlkampf verstärkt die Stammwähler der Partei anzusprechen. "Die Union sollte selbstbewusst zu ihren Werten stehen, ihre eigenen Anhänger mobilisieren und die Unterschiede zu anderen Parteien deutlich machen", heißt es in dem "Beitrag des Berliner Kreises zum Wahlprogramm der CDU". Merkels Wahlkampftaktik zielt bisher darauf ab, SPD und Grünen Themen wegzunehmen und so um Wähler in der Mitte zu werben. Der Entwurf des Katalogs, den die Konservativen derzeit bearbeiten und an CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe senden wollen, formuliert hingegen andere Ziele etwa die Forderung nach einem "bekenntnisorientierten christlichen Religionsunterricht" und nach einer "Initiative zur Bekämpfung von Armutsmigration aus Bulgarien und Rumänien". Weiter spricht sich der Berliner Kreis, dem unter anderem die Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach und Thomas Bareiß angehören, gegen eine "starre Frauenquote" aus. Die Unionsspitze will eine solche Forderung nach dem wochenlangen Streit mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ins Wahlprogramm schreiben.
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