Kreuzfahrtbranche boomt trotz "Costa Concordia"-Unglück weiter


Das Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" hat offensichtlich keinen nachhaltigen Einfluss auf das Buchungsverhalten der Deutschen. Im Gegenteil: Der Kreuzfahrtsektor wächst ungebrochen. So verzeichnete der deutsche Marktführer Aida Cruises im ersten Quartal 2012 ein Wachstum bei den Passagierzahlen um elf Prozent, obwohl die "Costa Concordia" von der Konkurrenzreederei Carnival genau in diesem Quartal havarierte. Bei Royal Caribbean, zu dem Celebrity Cruises und das Gemeinschaftsunternehmen Tui Cruises ("Mein Schiff") gehört, liegt das Wachstum momentan bei plus sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Zunächst haben auch wir eine leichte Zurückhaltung vor allem bei Kreuzfahrtneueinsteigern und ein stark erhöhtes Informationsbedürfnis zu Fragen der Sicherheit registriert", sagt Royal-Caribbean- Deutschland-Chef Tom Fecke. Seit einigen Wochen habe die Nachfrage aber wieder angezogen. Selbst bei der italienischen Unglücksreederei Costa, Tochter des US-Riesen Carnival, stiegen die Buchungszahlen. Zunächst lagen sie im ersten Vierteljahr – bedingt durch das Unglück – zweistellig unter dem Vorjahresniveau. In dem im Juni zu Ende gehenden zweiten Quartal aber liegen die Italiener mit einem deutlichen zwei stelligen Plus über dem Vorjahr.



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