Kritik in der Union an Merkels Anti-FDP-Wahlkampf


Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gerät in der Union für ihre Weigerung in die Kritik, der FDP beim Schlussspurt im Bundestagswahlkampf mit Leihstimmen zu helfen. "Die Anti-FDP-Aktion nach der Bayernwahl war überzogen und kontraproduktiv", sagt der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber. "Wir haben uns selbst den natürlichen Koalitionspartner weg geschossen. Das werden wir lange und schwer bereuen." Nachdem die FDP bei der Landtagswahl in Bayern mit nur 3,3 Prozent aus dem Parlament gefallen war, hatten die Liberalen mit einer Zweitstimmenkampagne um ihr Überleben bei der Bundestagswahl gekämpft. Kanzlerin Merkel und die CDU-Spitze waren dem jedoch heftig entgegengetreten und hatten immer wieder dafür geworben, beide Stimmen der Union zu geben.



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