Kudamm-Bühnen kritisieren "Geldwäsche" im Kudamm-Karree


Das Theater und die Komödie am Kurfürstendamm erheben schwere Vorwürfe gegen die Eigentümer des Berliner Ku'damm-Karrees: Die Luxemburger Gesellschaft Mars Propco 1 sei eine "inexistente Scheinfirma", heißt es in einem Schreiben der Ku'damm- Bühnen an das Berliner Landgericht. Die Richter müssen entscheiden, ob Mars Propco 1 den Mietvertrag mit den Ku'damm-Bühnen kündigen darf. Der Geschäftszweck der Mars Propco 1, so die Anwälte des Theaters, bestehe "ausschließlich darin, ausländisches Kapital zum Zweck der Geldwäsche in deutsche Immobilien zu investieren". Mars Propco 1 könne weder Kündigungen aussprechen noch Verträge schließen. Recherchen der Kanzlei Geulen & Klinger in Luxemburg hatten keine Hinweise auf die Existenz der Mars Propco 1 ergeben. Briefe an die Firma wurden nicht zugestellt. Der Anwalt der Mars Propco 1 wies die Vorwürfe gegenüber dem Gericht zurück. Es sei eine "existente Gesellschaft" mit Briefkasten, Klingel und Büro. Am kommenden Dienstag verhandelt die 29. Zivilkammer des Landgerichts über die Rechtmäßigkeit der Kündigung.



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