LBBW-Manager wehren sich gegen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft

Die angeklagten Ex-Vorstände und aktuelle Manager der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wehren sich massiv gegen den Vorwurf der Bilanzfälschung. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft unter anderem dem ehemaligen LBBW-Chef Siegfried Jaschinski vor, nach der Jahrtausendwende Milliardenschwere Geschäfte außerhalb der Bilanz in Zweckgesellschaften versteckt und so die Lage des Konzerns geschönt zu haben. Verteidiger der Banker berufen sich nun auf ein Gutachten der Bilanzexperten Harald Kessler und Markus Leinen. Diese kommen zu dem Schluss, dass es keine rechtliche Grundlage für die Einbeziehung der Zweckgesellschaften in die Bilanz gab. Zudem habe der Vorstand bereits 2000 und 2005 Expertenrat eingeholt, um zu klären, ob die Zweckgesellschaften in der Bilanz auftauchen mussten. Die Sachverständigen verneinten, sowohl der Verwaltungsrat als auch der Abschlussprüfer PwC und die Finanzaufsicht hätten sich dieser Sicht angeschlossen. Ärger droht offenbar auch Jaschinskis Nachfolger Hans-Jörg Vetter. Der Staatsanwaltschaft liegen Informationen vor, die darauf hindeuten, dass die LBBW die Lage ihrer Immobilientochter im ersten Halbjahr 2009 wider besseres Wissen falsch darstellte. Mitte November hat sie dazu einen früheren Mitarbeiter der Bank angehört. Die LBBW weist die Vorwürfe zurück.

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