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Mosley plant neue Klage gegen Google

Nach dem jüngsten Urteil des Hamburger Landgerichts will der ehemalige Motorsport-Präsident Max Mosley den Suchmaschinenkonzern Google auch wegen seiner automatischen Suchwortvervollständigung verklagen. "Das ist das Nächste auf unserer Liste, in Deutschland und in Frankreich", sagte Mosley dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.

Google schlägt seinen Nutzern bei der Suche nach dem Namen Mosley automatisch Begriffe wie "Intime Party" und "Prostituierte Video" vor. "Bettina Wulff, die Ex-Frau des früheren Bundespräsidenten, geht deswegen auch gerade gegen Google vor."

Außerdem will der 73-Jährige den Suchmaschinenkonzern auch in Großbritannien und Kalifornien verklagen. "Die Urteile, die wir erstritten haben, haben Signalwirkung", sagte Mosley dem SPIEGEL weiter. Das Gericht hatte am vergangenen Freitag entschieden, dass Google sechs Fotos einer privaten Sex-Party Mosleys aus den Suchergebnissen herausfiltern muss.

Mosley kritisierte die Verhaltensweise des Konzerns scharf: "Bei Google läuft etwas wirklich schief: Technisch sind sie brillant, sensationell. Aber moralisch ist das Management schlicht unreif. Dieser Konzern ist so groß, so arrogant, er tut, was immer er will, und kümmert sich nicht um das Gesetz." Google benehme sich "wie ein Halbwüchsiger, der sich gegen das Establishment auflehnt". Der Konzern müsse erkennen, dass er Teil der Gesellschaft sei und entsprechend Verantwortung übernehmen.

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