Natascha Kampusch: Mein Entführer wäre besser noch am Leben

Natascha Kampusch bedauert, dass ihr Entführer Wolfgang Priklopil nicht vor Gericht gestellt werden konnte. "Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn Priklopil überlebt hätte", sagte Kampusch dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. "Dann wäre klar gewesen, dass ich das Opfer bin. Jetzt wird es so gesehen, als hätte ich dem Täter etwas angetan. Damit muss ich leben." Priklopil hatte am 2. März 1998 die damals 10-jährige Kampusch entführt und mehr als acht Jahre in einem Kellerverlies in seinem Haus in einem Vorort von Wien eingesperrt. Nach Kampuschs Flucht am 23. August 2006 beging der Täter Selbstmord. Der Fall sorgte weltweit für Aufsehen, seit vergangenem Jahr werden die Ermittlungsergebnisse erneut mit Hilfe des amerikanischen FBI und des deutschen Bundeskriminalamts überprüft. Vor allem in Österreich wird Kampusch, die an diesem Sonntag (17. Februar) 25 Jahre alt wird, wegen ihrer differenzierten Aussagen über den Entführer bisweilen offen angefeindet. "Für mich ist das sehr schwer zu ertragen, weil ich fast dazu gedrängt werde, ins Ausland zu gehen oder mich umzubringen", sagte sie dem SPIEGEL. "3096 Tage", ein Spielfilm über den Fall Kampusch, kommt am 28. Februar in die deutschen Kinos.

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