Neu aufgetauchte Unterlagen der Staatsanwaltschaft Hannover belasten womöglich Christian Wulff. Demnach könnte sich der ehemalige Bundespräsident 2008 stärker als bekannt beim Konzern Siemens für eine finanzielle Förderung des Filmprojekts "John Rabe" seines Freundes David Groenewold eingesetzt haben. In einer E-Mail eines Geschäftspartners von Groenewold an Wulffs Sprecher vom 24. November 2008, die auch der Politiker erhielt, heißt es: "Unser Ziel war immer, Siemens an Bord zu holen, letztlich mit Geld bzw. Werbeleistung. Bislang vergeblich. Herr Wulff rief nun David zu, dass die Gespräche sehr positiv liefen." In Vernehmungen konnten zwei Mitarbeiter der Staatskanzlei diesen besonderen Einsatz Wulffs bei Siemens aber nicht bestätigen. Schon seit einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Wulff wegen des Verdachts der Vorteilsannahme. Die neu aufgetauchten Akten hatte die Staatskanzlei bislang nur dem Landtag, nicht aber der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt.
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