Neuer TUI-Chef holt teure Ratgeber

Der neue TUI-Chef Friedrich Joussen gerät kurz nach seinem Amtsantritt Mitte vergangener Woche intern unter Druck. Auslöser sind zwei Top-Jobs, die bei Beschäftigten und Arbeitnehmervertretern für Unmut sorgen. Nach bislang allerdings unbestätigten Berichten will der Neue in der TUI-Zentrale in Hannover kräftig sparen und womöglich bis zu einem Drittel der 180 Stellen kappen. Deutlich großzügiger zeigt sich Joussen, Ex-Chef von Vodafone Deutschland, wenn es um seine festangestellten Berater geht. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Joussen angekündigt, einen engen Vertrauten nach Hannover zu holen, den damaligen Vodafone-Finanzchef Sebastian Ebel, 49. Der Manager, der schon früher für die TUI gearbeitet hatte, steht seit 1. Februar als Bereichsleiter erneut im Dienst des Konzerns – angeblich für stolze 1,2 Millionen Euro Jahresgehalt inklusive Boni. Auch seinen ehemaligen Pressesprecher würde Joussen gern von Düsseldorf nach Niedersachsen locken. Dem Mann soll ein Gehalt von knapp 800.000 Euro zugesichert worden sein, er hat bislang allerdings noch nicht unterschrieben. Solche Beträge kassieren sonst allenfalls Sprecher großer Dax-Konzerne. Ein TUI-Sprecher erklärt, man könne aus rechtlichen Gründen keine An gaben zu Gehältern von Mitarbeitern machen. Bei Vodafone heißt es, zu Personalspekulationen nehme man generell nicht Stellung.

DER SPIEGEL

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