Die Verwaltung von Niedersachsen scheitert bei dem Versuch, ihre Telekommunikationsstruktrur zu modernisieren

Kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen ist eines der ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte der Regierung gescheitert. 2009 hatte sie EWE Tel beauftragt, die gesamte Telekommunikation der niedersächsischen Verwaltung zu modernisieren. Für rund 164 Millionen Euro sollten Sprach- und Datenverbindungen in ein neues Landesnetz integriert werden. Die Arbeiten kamen nicht voran, wiederholt gab es technische Probleme. Nach Einschätzung von Insidern war das Unternehmen, das eine Tochter des Oldenburgischen Energieversorgers EWE ist, mit der Aufgabe überfordert. Schwierigkeiten gab es zuletzt, als ausgerechnet der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie per Fax nicht mehr zu erreichen war. Daraufhin wurde der weitere Umbau zunächst gestoppt. Am vergangenen Freitag einigten sich das Land und EWE Tel, den Vertrag in großen Teilen aufzulösen – nicht zuletzt, weil mittlerweile viele ursprünglich vereinbarte technische Anforderungen veraltet sind.

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