Geis: Voll berufstätige Mutter wird dem Kind nicht gerecht


Der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis wirbt im Streit um das Betreuungsgeld dafür, dass Mütter möglichst lange zu Hause bei ihrem Nachwuchs bleiben. "Wir wollen auch die Frauen ermutigen, ihre Kinder daheim zu erziehen", sagte Geis dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. "Diese Leistung wollen wir geachtet wissen, sie auch belohnen, etwa mit dem Betreuungsgeld. Mütter, die zu Hause bleiben, erweisen der Gesellschaft einen mindestens ebenso großen Dienst wie Frauen, die im Beruf stark beansprucht sind." Er glaube nicht, dass eine voll berufstätige Mutter ihren Kindern gerecht werden könne, so Geis. "Ich glaube, kleine Kinder brauchen vor allen Dingen Bindung. Und die kann die Mutter eher leisten als eine Betreuerin."

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Nach wie vor kämpfe er gegen das Lebenspartnerschaftsgesetz für Homosexuelle, betonte Geis. "Die Meinung der katholischen Kirche ist vom Apostel Paulus kommend ganz klar: Homosexualität ist nicht naturgemäß. Paulus hält das für eine Sünde. Ich sehe das genauso", sagte der Abgeordnete. Allerdings habe er nicht das Recht, über andere zu urteilen. Mit Blick auf Homosexuelle betonte er: "Sie finden unter diesen Menschen hochanständige Leute mit oft außergewöhnlichen Begabungen."

Geis betonte zudem seine Vorbehalte gegen die Antibabypille. Papst Paul VI. habe dazu in seiner Enzyklika "Humanae vitae" von 1968 eine tiefe Wahrheit gesagt: "Dass nämlich die Pille den Geschlechtsakt vom Zeugungsakt trennt, was wiederum der Natur des Menschen widerspricht. Von dieser Überlegung möchte ich nicht abkommen", sagte Geis.



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