Das jährliche "Pressefest" des NPD-Verlags "Deutsche Stimme" (DS), eines der größten Neonazi-Treffen in Deutschland, steht offenbar vor dem Ende. Wie DS-Geschäftsführer Andreas Storr mitteilte, müsse die Veranstaltung in diesem und im kommenden Jahr ausfallen. Als Begründung nannte Storr den "riesigen organisatorischen Aufwand" und die Personalknappheit des DS-Verlags. Derzeit verfüge man gerade einmal über zwei festangestellte Mitarbeiter, 2008/2009 seien es noch zwölf gewesen. Laut Storr hat das Unternehmen mit jährlichen Umsatzeinbrüchen von rund 300.000 Euro zu kämpfen. Erst kürzlich musste der Haupteigentümer des Verlags, die finanziell ebenfalls schwer angeschlagene NPD, 200.000 Euro Stammkapital nachschießen. Ob sich das Investment lohnt, ist fraglich: Am 11. April setzte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Online-Katalog des DS-eigenen Versandhandels auf den Index.
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