Netzbetreiber soll bis Ende des Monats Investoren für die Anbindung der Offshore-Windparks präsentieren

Der Stromnetzbetreiber Tennet soll bis zum 30. Januar Investoren präsentieren, die den Anschluss der Windparks in der Nordsee an das deutsche Stromnetz finanzieren sollen. An diesem Tag treffen sich Vertreter der nördlichen Bundesländer, des Bundeswirtschaftsministeriums und der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, mit Vertretern des holländischen Versorgungsunternehmens. "Dann wollen wir wissen, ob Investoren da sind oder nicht", heißt es aus der Regierung. Die Anbindung der Offshore- Parks ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Rund zehn Prozent der Kosten für den Umbau des deutschen Stromnetzes sollen nach Plänen des Bundesumweltministers Peter Altmaier (CDU) durch Anleihen aufgebracht werden, die Bürger kaufen können. "Bei einer garantierten Verzinsung von bis zu fünf Prozent dürfte eine solche Anlagemöglichkeit sehr attraktiv sein", sagte Altmaier dem SPIEGEL. Die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hingegen fordert eine Teilverstaatlichung der Stromnetze. In einem Brief fordert sie Bundesumweltminister Philipp Rösler (FDP) auf, bis spätestens nach der Bundestagswahl, "den Einstieg des Bundes bei den Netzbetreibern" vorzubereiten. Ein "starker staatlicher Partner" könne beim Anschluss von Offshore-Windparks an das deutsche Stromnetz "für Sicherheit sorgen", schrieb sie kurz vor Weihnachten und begründete: Die Bürger verstünden nicht, warum sie über immer höhere Strompreise für die Risiken der Energiewende haften sollen. Die Netzbetreiber hingegen würden "eine hohe garantierte Rendite auf ihr Eigenkapital" erzielen.

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