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Neonazi-Gruppe OSS plante offenbar Nagelbomben-Anschläge

Die Neonazi-Gruppierung "Oldschool Society" (OSS) plante offenbar Anschläge mit selbst gebauten Nagelbomben. Das legen Gespräche von OSS-Mitgliedern nahe, die von Ermittlern des Bundeskriminalamts (BKA) abgefangen wurden. Darin diskutierten OSS-Angehörige, wie man hochexplosive Knallkörper mithilfe von Nägeln zu tödlichen Sprengsätzen umbauen könne. Die dafür benötigte Pyrotechnik hatten sie sich offenbar im Ausland beschafft. Deren Sprengkraft, so hieß es in einem der abgehörten Gespräche, sei so groß, dass man damit mühelos ein Auto zerstören könne. Bei einer bundesweiten Razzia gegen zehn mutmaßliche OSS-Terroristen entdeckten BKA-Fahnder am Mittwoch drei Kartons mit entsprechenden Explosivkörpern. Den Ermittlungen zufolge könnte ein erster Sprengstoffanschlag unmittelbar bevorgestanden haben: Für den 8. Mai hatten sich mehrere OSS-Mitglieder in einer Kleingartenanlage bei Borna in Sachsen verabredet, um ein "paar Aktionen" zu machen. Dazu sollten die Teilnehmer "schwarze, neutrale Kleidung" mitbringen. In der Nähe des Treffpunkts befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft. Vier Personen aus der mutmaßlichen Führungsebene der OSS sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Vor dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof wollten sich die Beschuldigten nicht zu den Vorwürfen der Bundesanwaltschaft äußern.

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