Opposition warnt vor Bundeswehreinsatz an syrischer Grenze

Verteidigungsexperten von SPD und Grünen haben einen möglichen Einsatz der Bundeswehr an der türkisch-syrischen Grenze scharf kritisiert. "Es ist Irrsinn, sich ohne Uno-Sicherheitsratsbeschluss in den Syrien-Konflikt ziehen zu lassen", kommentierte der Grünen-Politiker Omid Nouripour Meldungen über eine mögliche Stationierung von "Patriot"-Abwehrraketen in der Region. "Daran sollte sich Deutschland nicht beteiligen." Die Türkei sei in der Auseinandersetzung nicht gerade durch Besonnenheit auf gefallen. Auch SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold forderte zunächst "eine offene Debatte über mögliche Szenarien". Der syrische Bürgerkrieg legitimiere keinen Raketeneinsatz auf türkischer Seite. "Wir würden so in einen richtigen Krieg reingezogen", sagte Arnold. Die Türkei will an diesem Montag voraussichtlich offiziell bei der Nato um das Flugabwehrraketensystem bitten. In Regierungskreisen wird es für möglich gehalten, dass noch im Dezember der Bundestag über ein Mandat entscheiden muss.

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