Alice Schwarzer kritisiert Schwulenbewegung für einst fehlende Distanz zu Pädophilie-Aktivisten


Die Feministin und Publizistin Alice Schwarzer fordert von der Schwulenbewegung, ihre Verstrickungen mit Pädophilie-Aktivisten in den siebziger und achtziger Jahren zu problematisieren. Dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL sagte sie: "Pädophilie ist kein vorrangiges Schwulenproblem. Es gibt mehr heterosexuelle Pädophile als homosexuelle. Aber in der Tat, die Schwulenbewegung hätte sich klarer distanzieren müssen – und auch eine Problematisierung des Päderastentums, also des Sex von Erwachsenen mit Jugendlichen, steht noch aus." In den siebziger und achtziger Jahren haben sich sowohl Schwulenzeitungen als auch Homosexuellen-Organisationen für die Forderungen der Pädophilie-Befürworter stark gemacht. So gaben die "Schwulen Juristen" all jenen Pädophilen praktische Tipps, die wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs von Kindern oder Jugendlichen vor Gericht standen. Die Schwulenzeitung "Rosa Flieder" veröffentlichte außerdem ein Interview mit dem bekennenden Pädophilen Olaf Stüben, in dem er von sexuellen Kontakten mit Minderjährigen berichtet.



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