Pferdefleisch: 144 Tonnen verdächtige Lasagne und Cannelloni in Deutschland

Mutmaßlich durch Pferdefleisch verunreinigte Tiefkühl-Lasagne-Produkte und andere Hackfleischwaren wurden im großen Stil auch nach Deutschland geliefert. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL kamen allein zwischen November 2012 und Ende Januar 2013 mindesten 359.722 Packungen Lasagne und Cannelloni aus dem verdächtigen Betrieb in Luxemburg nach Deutschland. Zusammen haben diese Produkte ein Gewicht von knapp 144 Tonnen.

Der Großteil dieser Waren wurde über ein Kühlhaus in Neuss geleitet, von wo das Fleisch weiterverteilt wurde. Das geht aus einer internen Lieferliste der EU-Kommission hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Angesichts mangelnder Kontrollen fordern Verbraucherschützer nun deutlich höhere Bußgelder: "Das rechtliche Anreizsystem funktioniert nicht", sagte Matthias Wolfschmidt von der Verbraucherorganisation Foodwatch dem SPIEGEL. Gegenwärtig gebe es für den Einzelhandel gar keine Motivation, Eigenmarken mit Falschdeklarationen auszusortieren, da der Handel nur mit lächerlichen Beträgen zivilrechtlich, aber nicht strafrechtlich haftet. "Hohe Bußgelder würden einen flächendeckenden Betrug wie den gegenwärtigen verhindern."

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