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Politiker fordern längeres Dach für Berliner Hauptbahnhof

Der Druck auf Bahnchef Rüdiger Grube wächst, den Berliner Hauptbahnhof doch noch nach den Plänen des Architekten Meinhard von Gerkan zu vollenden. Das wurde bei einem informellen Treffen des Bundestagshaushaltsausschusses mit der Bahn-Spitze am vorigen Donnerstag deutlich. Sowohl Regierungs- als auch Oppositionsvertreter forderten Grube auf, die 2015 geplanten Sanierungsarbeiten an den Gleisen dazu zu nutzen, das Glasdach über den oberirdischen ICE-Bahnsteigen zu verlängern. Schließlich, so sagte FDP-Haushälterin Claudia Winterstein, "hat der Bund bereits 51,6 Millionen Euro für die vollständige Dachkonstruktion bezahlt. Nun sollte die Bahn auch ein fertiges Dach liefern". Grubes Vorgänger Hartmut Mehdorn hatte kurz vor der Inbetriebnahme des Hauptbahnhofs im Sommer 2006 das Glasdachgewölbe aus Kosten- und Zeitgründen um 130 Meter kürzen lassen. Der Eingriff führte zu einem Rechtsstreit mit dem Architekten. Die ungenutzten zwölf Teile der aufwendigen Dachkonstruktion liegen seit sieben Jahren in einem Depot am Berliner Ostbahnhof.

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