Privatvermietung an Touristen bringt Berlin 100 Millionen Euro im Jahr


Die Internetplattform Airbnb trägt jährlich mehr als 100 Millionen Euro zur lokalen Wirtschaft der Stadt Berlin bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Airbnb in Auftrag gegebene Studie des Beratungsunternehmens dwif-Consulting in Zusammenarbeit mit der HafenCity Universität Hamburg. Über Airbnb wird privater Wohnraum zu touristischen Zwecken vermittelt. Der Studie zufolge gab es von Juli 2012 bis Juni 2013 knapp 120000 Airbnb-Gäste und 5647 private Gastgeber in Berlin, von denen mehr als 40 Prozent auf die Einnahmen durch die temporäre Vermietung des eigenen Zuhauses angewiesen seien. Sie deckten damit teilweise Lebenshaltungskosten und Mieten. Somit würde auch die Verdrängung angestammter Bewohner aus beliebten Vierteln verlangsamt, da durch die Plattform steigende Mieten abgefedert werden könnten, so die Autoren der Studie. Ein durchschnittlicher Airbnb-Gast gebe etwa 845 Euro während seines Aufenthaltes in der Hauptstadt aus, ein durchschnittlicher Hotelgast nur etwa 471 Euro. Die Differenz ergibt sich, da Airbnb-Gäste im Schnitt 6,3 Nächte in der Stadt bleiben, der Hotel-Tourist aber nur 2,3 Nächte. 77 Prozent der Unterkünfte liegen der Studie zufolge nicht in klassischen Hotelgegenden, womit auch weniger touristische Stadtteile ökonomisch stimuliert würden, so ein Ergebnis der Untersuchung. Die Stadt Berlin plant, über ein sogenanntes Zweckentfremdungsverbot die Vermietung privaten Wohnraums zu erschweren.



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