AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 41/2012

"Pro Deutschland" will Mohammed-Schmähfilm gegen Bezahlung im Internet zeigen


Die Macher des islamfeindlichen Videos "Die Unschuld der Muslime" wollen mit ihrem Werk angeblich Geld einnehmen: Es soll künftig gegen Bezahlung im Internet zu sehen sein. Der Chef der rechten Gruppierung "Pro Deutschland", Ex-NPD-Mann Manfred Rouhs, arbeitet nach eigenen Angaben daran, den Film unmittelbar nach dessen Fertigstellung in einem Internet-Stream mit deutschen Untertiteln zu zeigen. Er setze sich für einen "möglichst niedrigen" Preis ein; die Einnahmen werde seine Organisation an die Macher weiterleiten. Diese versprechen sich laut Rouhs "einen fünfstelligen Betrag" aus Deutschland. Gegen einen Trailer des Films hatten Muslime weltweit protestiert; der Film selbst soll Ende Oktober fertig sein. Den Plan, ein Kino in Berlin für eine öffentliche Vorführung zu gewinnen, hat "Pro Deutschland" verworfen. Stattdessen soll der Film im November in einer Lagerhalle gezeigt werden.



© DER SPIEGEL 41/2012
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