BMF rechnet mit Rückwirkungen auf Riester-Rente durch Finanztransaktionsteuer

Das Bundesfinanzministerium (BMF) erwartet bei Einführung einer Steuer auf Finanzmarktgeschäfte erhebliche Rückwirkungen auf die private Altersvorsorge im Rahmen der Riester-Förderung. "Geschäftsmodelle wie Riesterfonds würden von der Finanztransaktionsteuer am stärksten betroffen", heißt es in einem internen BMF-Vermerk. Der Grund: Die neue Steuer wird jedes Mal fällig, wenn die Fonds ihre Anlagen, also Aktien oder An leihen, umschichten. Die Steuer hätte damit vor allem Auswirkungen auf knapp drei Millionen der mehr als 15 Millionen Riester-Verträge. Um im Geschäft zu bleiben, müssten die Anbieter der Riesterfonds ihr Geschäftsmodell ändern. "Hingegen würden die bereits jetzt schon sehr attraktiven Riester-Bankensparpläne von der Finanztransaktionsteuer überhaupt nicht betroffen werden", schreiben die Experten von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Sie rechnen damit, dass auch Investmentbanker und Hochfrequenzhändler durch die neue Steuer aus dem Geschäft gedrängt werden, weil sich ihre zahllosen Transaktionen verteuern. Wenn deren Nach frage nach Aktien, Anleihen und Derivaten wegfällt, sei davon auszugehen, "dass die Kleinanleger, aber auch die großen institutionellen Anleger bessere Preise erzielen können".

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