Nobelpreisträger Robert Shiller warnt vor Börsenblase


Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller sorgt sich, dass die stark steigenden Preise an Aktien- und Immobilienmärkten zu gefährlichen Finanzblasen führen könnten. "Ich rufe noch nicht Alarm. Aber in vielen Ländern liegen die Kurse an der Aktienbörse auf einem hohen Niveau, und auch an manchen Immobilienmärkten sind die Preise stark angestiegen", sagt Shiller im Gespräch mit dem SPIEGEL. "Das könnte böse enden." "Der Boom am Aktienmarkt in den USA macht mir die meisten Sorgen", führt Shiller aus. "Auch weil unsere Wirtschaft noch immer schwach und anfällig ist." Doch auch am Immobilienmarkt in Brasilien sieht er bedenkliche Entwicklungen. Auf einer Konferenz im Land seien ihm kürzlich die heftigen Preissteigerungen mit der wachsenden Mittelklasse und der guten Wirtschaftsentwicklung erklärt worden. "Da fühlte ich mich teilweise wie in den USA von 2005", sagt Shiller. "So sehen Blasen aus. Und die Welt ist immer noch sehr verletzlich für Blasen." Er selbst habe sein Geld in Aktien angelegt, "die ich noch für niedrig bewertet halte". Dazu zählten laut Shiller Werte "etwa aus dem Energie- und Gesundheitssektor. Ich setze aber auch auf weltweite Aktienindizes", sagte er. Aus Branchen wie dem Finanz- und Technologiesektor habe er sich bereits zurückgezogen.



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