EU-Parlamentarier fordern beschleunigtes Dumping-Verfahren gegen chinesische Solaranbieter

Die EU-Parlamentarier fordern den EU-Handelskommissar Karel De Gucht auf, das von ihm eröffnete Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Solaranbieter möglichst schnell voranzutreiben. Wenn allein für die Vorprüfung die maximal möglichen neun Monate in Anspruch genommen würden, so die Begründung, könnten die meisten europäischen Hersteller angesichts der Flut billiger Solarmodule aus China schon pleite sein. Die für die Außenhandelspolitik zuständigen Sprecher der vier größten Fraktionen im EU-Parlament verlangen in dem Brief von Gucht, dass der insbesondere die Möglichkeit vorläufiger Zölle und eine spezielle Registrierpflicht für chinesische Solarimporte prüft. Es müssten "alle legalen Möglichkeiten" ausgeschöpft werden, schreiben die Abgeordneten. "In Dumping-Fällen muss China endlich mal die Zähne gezeigt werden", fordert der Mitunterzeichner Daniel Caspary (CDU). Es sei doch offensichtlich, dass die Chinesen ihre gigantischen Überkapazitäten bei Solarzellen in den europäischen Markt drücken würden.

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