Shell kannte Mängel an eigenen Ölleitungen

Der Mineralölkonzern Shell wusste weitaus länger vom porösen Zustand seiner Rohrleitungen am Werk in Köln-Wesseling als bisher bekannt. Anfang des Jahres waren durch ein Leck einer 70 Jahre alten Leitung eine Million Liter Flugbenzin ausgetreten und hatten Boden und Grundwasser verseucht. Aus einem Schadensgutachten des TÜV Rheinland geht nun hervor, dass Shell die für das Leck verantwortlichen Korrosionsmängel schon länger kannte, aber nichts dagegen unternahm. Anders als vom Unternehmen behauptet, waren Shell Mängel am Korrosionsschutz seit 2008 bekannt. Die Leitung war auch nicht "neuwertig", wie noch vor kurzem ein Shell-Manager auf einer Stadtratssitzung in Wesseling behauptete. Vielmehr war die Wanddicke an mindestens einer Stelle auf hauchdünne 2,1 Millimeter geschrumpft, so das Gutachten. Der unterirdische "Kerosinsee" von Wesseling gilt als eine der größten Pannen der Mineralölbranche der jüngsten Vergangenheit und zeigt, wie anfällig die überalterten deutschen Pipelines sind.

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