SPD-Medienpolitiker Eumann will ARD und ZDF auf Programminvestitionen verpflichten


Dass ARD und ZDF mehr Geld ins Programm investieren sollen, gehört seit Jahren zu den Forderungen der deutschen TV-Produzenten. Unterstützung dafür bekommen sie nun aus der Politik. Der für Medien zuständige Staatssekretär in Nordrhein-Westfalen, Marc Jan Eumann (SPD), will die öffentlich-rechtlichen Sender dazu verpflichten, dass sie die für Programm ausgaben bewilligten Gelder auch tatsächlich für Programm verwenden müssen. Das ist bisher anders: Die ARD gab zwischen 2009 und 2012 knapp 94 Millionen Euro weniger für Programm aus, als ihr die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs genehmigt hatte. Der größte Teil der Summe floss stattdessen in Personalausgaben. Das ZDF investierte sogar 142 Millionen Euro weniger als vorgesehen. Ginge es nach Eumann, der seinen Vorschlag demnächst in die Rundfunkkommission der Länder tragen will, dann könnten ARD und ZDF also knapp 60 Millionen Euro im Jahr mehr für Filme oder Dokumentationen einsetzen. Die Summe ist bescheiden, dürfte die Produzenten aber freuen. Mehr Geld trage dazu bei, an "frühere Qualitätsstandards" anzuknüpfen und die "beschämenden Verhältnisse zu mildern, in denen zu viele Kreative und Filmschaffende leben", heißt es bei der Allianz Deutscher Produzenten.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE, der sechs Mal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von der Chefredaktion oder den Leitern unseres Hauptstadtbüros in Berlin.



© DER SPIEGEL 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.