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SPD-Politiker fordern Asyl für Snowden

Sozialdemokratische Politiker fordern, dem nach Moskau geflohenen NSA-Enthüller Edward Snowden in Deutschland Asyl zu gewähren. "Snowden ist ein Held, kein Verräter", sagte Axel Schäfer, Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, dem Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL. Man müsse genau prüfen, "ob es nicht doch einen Weg gibt, Snowden in Deutschland Asyl anzubieten". Ähnlich sieht es der Außen- und Verteidigungspolitiker Lars Klingbeil. "Deutschland muss prüfen, ob es möglich ist, Edward Snowden Asyl zu gewähren." Dies fordert auch der Bremer SPD-Landeschef Andreas Bovenschulte: "Wir sollten es unbedingt probieren." Sein schleswig-holsteinischer Kollege Ralf Stegner wünscht sich in der Asylfrage mehr internationales Engagement seitens der Bundesregierung. "Deutschland muss darauf hinwirken, dass es eine europäische Lösung gibt." Führende Vertreter von CDU und CSU zeigen sich offen dafür, den Whistleblower im Rahmen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses in Moskau zu vernehmen. "Dagegen spricht nichts", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller. So sieht es auch der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach: "Wenn der Bundestag einen NSA-Untersuchungsausschuss einsetzen sollte, wäre Snowden ein besonders wichtiger Zeuge."

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