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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unternehmerverband BWA

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Verantwortliche im Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA). Wie aus Kreisen der Staatsanwaltschaft verlautet, geht es um den Vorwurf der Untreue zum Nachteil des BWA. Im November 2015 durchsuchten Polizeibeamte sowohl die Räume des Vereins in Berlin als auch Privatwohnungen. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass Mitglieder der Vereinsführung Gelder des Verbandes bekommen haben, die ihnen möglicherweise nicht zustehen. Der BWA, dessen Präsidium der CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Albani und der frühere DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière angehören, hatte nach seiner Gründung im Jahr 2003 rund 2000 Mitgliedsfirmen, derzeit sind es deutlich weniger. Ein Sprecher des BWA widersprach den Anschuldigungen und kündigte für die kommende Mitgliederversammlung an, die Ergebnisse einer unabhängigen Wirtschaftsprüfung vorzulegen. Dem BWA sei immer "eine ordnungsgemäße Verwendung der Verbandsfinanzen" attestiert worden.

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