Staatsanwaltschaft wirft Deutscher Bank Datenvernichtung vor

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft erhebt in der Affäre um betrügerischen Handel mit CO2-Zertifikaten schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bank. Mitarbeiter des Kreditinstituts sollen in großem Stil Daten vernichtet oder den Ermittlern vorenthalten haben, berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Nach einer Razzia im Frühjahr 2010 hatten die Behörden den Konzern aufgefordert, umfangreiche Dokumente rund um 40 Mitarbeiter zu liefern, um zu klären, inwieweit die Bank an einem Umsatzsteuerkarussell beteiligt war. Laut Staatsanwaltschaft haben Beschäftigte der Bank die angeforderten Daten jedoch absichtlich verzögert und unvollständig gesichert an die Behörden übergeben, so der SPIEGEL weiter. 20.000 E-Mails seien gelöscht worden, zu neun Mitarbeitern habe die Bank überhaupt keine E-Mail-Konten übergeben. Auch seien bei allen E-Mail-Konten Mails entgegen der Versicherung der Bank vor der Übergabe an die Ermittler noch einmal geöffnet worden. Das geht aus einem Beschluss der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hervor. Die Aktion hatte unter anderem wegen des ungewöhnlich massiven Vorgehens der Staatsanwaltschaft für Aufsehen gesorgt. Co-Chef Jürgen Fitschen sagte, er halte das Vorgehen der Behörden "in Teilen für überzogen".

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