Stiftungen leiden unter niedrigem Zinsniveau

Fast die Hälfte der Stiftungen, die mit Bundesmitteln unterstützt werden, leidet unter dem niedrigen Zinsniveau. Das geht aus einer Anfrage der haushaltspolitischen Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Priska Hinz, an die Regierung hervor. 6 der 14 vom Bund geförderten gemeinnützigen Organisationen geben an, dass sie angesichts der Mini-Renditen für sichere Anlageformen Schwierigkeiten hätten, ihr übliches Jahresbudget zu erwirtschaften. Die Stiftungen finanzieren zumindest einen Teil der Ausgaben durch Erträge auf ihr angelegtes Vermögen. Betroffen von der Zinsschmelze ist neben Organisationen wie der Nationalen Anti Doping Agentur und der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz auch die Stiftung Warentest. "Angesichts der aktuell ungünstigen Ertragslage … stehen weniger operationable Mittel zur Verfügung", heißt es in der Antwort. Auch deshalb rechnet die Stiftung Warentest für 2012 erstmals mit einem negativen Jahres ergebnis. "Mit ihrem fehlenden Mut bei der Lösung der Euro-Krise gefährdet die Bundesregierung inzwischen sogar den Verbraucherschutz und andere sinnvolle Stiftungszwecke in Deutschland", sagt Hinz.

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