Stromkonzern RWE stutzt Ökostromsparte


Der Chef des Essener Energieriesen RWE, Peter Terium, will seine Ökostromsparte Innogy im Zuge eines breit angelegten Sparprogramms massiv verkleinern. Wie das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, sollen millionenschwere Spezialschiffe zum Bau von Offshore-Windparks verkauft werden. Diese Schiffe hatte der Vorgänger von Terium, Jürgen Großmann, erst vor wenigen Jahren für den Aufbau des Windparks bauen lassen. Terium will die Investitionen in die Anlagen in Nord- und Ostsee-Windparks erheblich zurückfahren und neue Anlagen nur noch mit Partnern bauen.

Wie DER SPIEGEL weiter berichtet, ist die Verschuldung des Konzerns auf ein bedenk liches Ausmaß geklettert. Das für Banken und Kreditgeber wichtige Verhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital sei auf mehr als 250 Prozent gestiegen. Das ist mehr als beim angeschlagenen Ruhrgebiets-Nachbarn ThyssenKrupp. RWE-Chef Terium wolle mit einem breit angelegten Sparprogramm auf die Verschuldung und die wegbrechenden Gewinne reagieren, so der SPIEGEL. Es solle massiv Personal abgebaut, Unternehmensteile verkauft und die Dividende gekürzt werden. Einzelheiten des Sparprogramms will der Konzernchef nächste Woche dem Aufsichtsrat des Energiekonzerns vorstellen.



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