Deutsche sollen Subventionen für Ökostrom aus Nachbarländern zahlen


Die deutschen Stromverbraucher sollen künftig Subventionen für Ökostrom zahlen, der in anderen EU-Mitgliedstaaten produziert wurde. Das geht aus dem Entwurf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) für ein reformiertes Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom 7. Dezember hervor. Insgesamt könnten demnächst "fünf Prozent der jährlich zu installierenden Leistung auch für Anlagen in anderen Mitgliedsstaaten offenstehen", heißt es in dem gut 200 Seiten langen Entwurf.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 4/2016
Was Angela Merkel antreibt. Und wohin das führt.

Die Bundesregierung will so offenbar die wachsende Kritik der EU-Kommission abmildern, ihre Förderpolitik zu wenig mit den europäischen Nachbarstaaten abzustimmen. Für deutsche Energieunternehmen wie etwa E.on könnte sich die geplante Reform positiv auswirken. Sie sind schon länger an Windkraftanlagen oder Solarparks in Nachbarstaaten beteiligt, obwohl es dafür bislang keine Subventionen aus Deutschland gab.



© DER SPIEGEL 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.