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03. Juni 2012, 08:00 Uhr

Einige Waren- und Versandhäuser in Deutschland haben nach wie vor die bei Neonazis beliebte Textilmarke Lonsdale im Angebot

Die klassischen Waren- und Versandhäuser in Deutschland sind sich uneins über den Umgang mit der bei Neonazis beliebten Textil- und Schuhmarke Lonsdale. Rechtsextremisten tragen gern Shirts des britischen Herstellers, weil der groß aufgedruckte Markenname die Buchstabenfolge NSDA enthält, die an Hitlers Partei erinnert. Galeria Kaufhof hat schon im Jahr 2000 Lonsdale aus dem Warenhaus- und Online-Sortiment entfernt, "da der Ruf der 'rechten Nähe' diese Marke schon damals begleitet" habe, so ein Sprecher. Auch Karstadt führt das Label nach eigenen Angaben "schon seit Jahren" nicht mehr. Neckermann sowie der Otto-Versand mit seinen Töchtern Baur und Schwab verkaufen demgegenüber die Produkte weiterhin, denn der Hersteller habe sich glaubwürdig von rechtem Gedankengut distanziert und engagiere sich seit Jahren gegen rechte Gewalt, heißt es.

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