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Tine Wittler geht gegen Facebook vor

RTL-Star Tine Wittler geht gegen Facebook vor, weil sie im Internet als Werbefigur für eine vermeintliche Diät-Wunderpille missbraucht wird. Laut einer Anzeige, die auf dem sozialen Netzwerk verbreitet wird, soll Wittler binnen weniger Wochen 20 Kilogramm abgenommen haben. Wittler sagt, die Behauptung sei komplett erfunden. Niemals habe sie auch nur eine der weißen Kapseln in den Mund genommen, auch keine 20 Kilo abgespeckt und schon gar nicht dieser Reklame zugestimmt. "Diätmittel würde ich für kein Geld der Welt bewerben", so Wittler. Nun geht es um die Frage: Wie sehr ist Facebook für die Inhalte der Werbung verantwortlich, mit der das soziale Netzwerk sein Geld verdient? Im vergangenen Frühjahr erreichte Wittlers Anwalt, dass Facebook die Anzeigen löschte. Ein halbes Jahr später tauchten diese in abgewandelter Form wieder auf. Im Dezember und Januar intervenierte der Anwalt erneut. Ende Februar schickte er Facebook eine weitere Abmahnung. Bis Dienstag kommender Woche soll Facebook eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abgeben. Bei dem Unternehmen ist man offenbar der Meinung, man habe seiner Wächterpflicht Genüge getan. Auf Anfrage erklärt eine Sprecherin, man untersage "alle falschen, irreführenden, täuschenden oder betrügerischen Behauptungen oder Inhalte". Facebook habe "eine Vielzahl von Werkzeugen eingebaut", die "extrem effektiv darin sind, unsere Vorgaben durchzusetzen und Wiederholungstäter aufzufinden". Da die Verursacher der Werbung schwer ausfindig zu machen sind, hat Wittler im Dezember Anzeige gegen unbekannt erstattet.

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