NRW-Landesregierung fordert Schließung der Uran-Anlage in Gronau


Die nordrhein-westfälische Landesregierung unter Hannelore Kraft fordert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (beide SPD) auf, die Urananreicherungsanlage in Gronau zu schließen. Hendricks hatte sich geweigert, der Fabrik die Betriebsgenehmigung zu entziehen, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl hervorgeht.

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Heft 28/2016
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Jetzt schrieb NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) an Hendricks, die Schließung der Fabrik entspreche der "Beschlusslage höchster politischer Gremien" der Republik. Ihre Weigerung stehe im Widerspruch zum Atomausstieg, den der Bundestag beschlossen hat: Es sei nicht nachvollziehbar, warum Vorprodukte für Atomkraftwerke in Gronau weiterhin hergestellt werden. Für die deutschen AKW, die bis 2022 vom Netz gehen, gebe es keinen Bedarf; für den Export zu produzieren, sei nicht im Sinne des Beschlusses, mit dem der Bundestag auf die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahre 2011 reagiert hatte.



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