US-Außenminister John Kerry plant nach NSA-Affäre eine Versöhnungsreise nach Deutschland


US-Außenminister John Kerry plant eine Versöhnungsreise nach Deutschland, um das durch die NSA-Abhöraffäre beschädigte Verhältnis zu reparieren. Kerry werde nach Berlin kommen, sobald die neue Bundesregierung im Amt sei, heißt es in Washington. Die Reise des Außenministers soll Teil einer diplomatischen Offensive sein, um den Unmut der Europäer über die amerikanische Spionage zu dämpfen. Kerry hat bereits eine "transatlantische Renaissance" angekündigt. Seine Europa-Staatssekretärin Victoria Nuland betonte, man wolle nun "doppelt so stark" auf enge Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA setzen – etwa beim geplanten Freihandelsabkommen oder der Energiesicherheit. Eine hochrangige Delegation um den Vorsitzenden des Unterausschusses für Europa im US-Senat, den Demokraten Christopher Murphy, wird möglicherweise bereits am 24. und 25. November in Berlin erwartet. Sie hofft auf einen Termin bei Kanzlerin Angela Merkel. Geplant ist außerdem ein Abstecher nach Brüssel. Man wolle die "berechtigten Sorgen unserer europäischen Partner über Ausmaß und Ausgestaltung einiger US-Überwachungsprogramme" diskutieren, sagte Murphy.



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