US-Telefonriese ließ BND mithören


Die deutsche Tochter des US-Providers MCI mit Sitz in Dortmund verschaffte dem Bundesnachrichtendienst (BND) Zugang zu seinen Telefonleitungen. Das geht aus vertraulichen Unterlagen des Dienstes hervor. MCI war bis zu seiner Übernahme durch Verizon im Jahr 2006 eines der größten Telekommunikationsunternehmen der USA. Vor dem Untersuchungsausschuss hatte der BND-Projektleiter bereits im November über die Operation berichtet. Die Ergebnisse der Auslandsverkehre - jährlich mehrere Hundert Mitteilungen - habe der BND dem US-Geheimdienst CIA zur Verfügung gestellt. Bei seiner Aussage nannte der BND-Projektleiter allerdings zunächst einen falschen amerikanischen Provider. Auch über den Namen der Operation gab es Verwirrung: Sie lautete nicht "Globe", sondern "Glotaic", wobei die letzten drei Buchstaben für die CIA stehen.



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