Verbraucherschutzministerin Aigner gegen Gentechnik


Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) stemmt sich gegen Versuche der FDP, im Falle einer Neuauflage der schwarz-gelben Regierung eine gentechnikfreundlichere Politik durchzusetzen. "Die CSU wird mit Sicherheit keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, der einen Kurswechsel in der strikten deutschen Gentechnik-Politik vorsieht", sagt Aigner. In der FDP gibt es Bestrebungen, doch noch eine Zulassung der in Deutschland verbotenen Genmaissorte MON810 zu erreichen. Der Gentechnikkonzern Monsanto hatte ein entsprechendes Verbot in Frankreich vor Gericht zu Fall gebracht. Aigner ärgert sich über den Koalitionspartner: Die Liberalen hatten verhindert, dass die Bundesländer künftig eigenständig den Mindestabstand festlegen dürfen, der zwischen einem Feld mit gentechnisch veränderten Pflanzen und herkömmlichen Feldern herrschen muss. "In der nächsten Legislaturperiode wird es einen neuen Anlauf geben, um den Bundesländern mehr Mitsprache zu sichern", kündigte Aigner an. "Die FDP hat leider immer noch nicht begriffen, dass sich für Europa die Heilsversprechen der Gentechnik- Industrie nicht erfüllt haben."



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