Versicherungsunternehmen droht neuer Ärger wegen Unisex-Tarifen

Versicherungsfirmen droht neuer Ärger wegen der Umstellung ihrer Policen auf Unisex- Tarife Ende vergangenen Jahres. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dürfen die Policen nicht mehr für Männer und Frauen unterschiedlich konzipiert sein. Der EuGH berief sich auf eine Antidiskriminierungsrichtlinie, die bereits seit 2007 gilt. "Die Frage ist, ob nicht auch das Urteil Rückwirkung bis Dezember 2007 entfaltet, ungeachtet anderslautender Aussagen von EU-Kommission und Versicherungsverbänden", sagt die Rechtsprofessorin Astrid Wallrabenstein. Ähnlich sieht es der Jurist Kai Purnhagen. "Die Bundesregierung arbeitet zwar an einem Gesetz, das als Startzeitpunkt den 21.12.2012 vorsieht, doch aus meiner Sicht verstößt das gegen Europarecht." Sollte sich die Auffassung durchsetzen, kämen auf die Industrie immense Kosten zu. Die Firmen müssten sämtliche Altverträge, die nach dem 21. Dezember 2007 abgeschlossen wurden, auf Unisex-Tarife umstellen – und den Kunden, die seither mehr gezahlt haben, womöglich Schadensersatz leisten.

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