Verunglücktes Werbevideo des EU-Parlaments

Das EU-Parlament hat Ärger wegen eines Werbevideos, das mit dem Bild des hässlichen Deutschen arbeitet. In dem Film tritt ein Bahnschaffner auf, der in strengem Ton die Passagiere anweist, nicht mehr über Themen wie "Religion, Einwanderungspolitik, Korruption" zu sprechen. "Das ist kein Scherz", weist er eine Frau zurecht, die nachzufragen wagt. Am Ende des auf Facebook und auf YouTube gezeigten Films wird auf Englisch die Frage eingeblendet: "Was wäre, wenn du aufgefordert würdest, den Mund zu halten?" Im Film wird deutsch geredet, mit Untertiteln in zwei Dutzend Sprachen. Das Video ist Teil einer vom EU-Parlament finanzierten Werbekampagne. Das hält Herbert Reul, Vorsitzender der CDU/CSU-Abgeordneten im EU-Parlament, für eine "grobe Leichtfertigkeit" und fordert die sofortige Entfernung des Videos aus dem Internet. Reul: "In Zeiten, in denen Deutschland wegen seiner Sparappelle mit Nazisymbolen in Verbindung gebracht wird, ist so eine Werbung unverantwortlich."

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