Wiederinbetriebnahme des Offshore-Windparks Brad 1 nach Pannenserie verschoben


Erst eine Pannenserie, dann ein Brand: Seit Monaten liefert Deutschlands erster großer Offshorewindpark Bard 1 keinen Strom mehr. Nun musste die einst für Anfang Juni geplante Wiederinbetriebnahme verschoben werden, es laufen nach wie vor Tests. Bard 1, das rund hundert Kilometer vor der friesischen Küste in der Nordsee liegt, war erst vergangenen August in Betrieb genommen worden. Schon Mitte Januar kam es zu ersten Problemen in der Übertragungsstation, die den Windstrom an Land leitet. Im Februar musste die Anlage wegen Überlastungen drei weitere Male abgeschaltet werden. Ende März schließlich kam es zu einem Schwelbrand und damit zum vorläufigen Ausfall. Der von Brad 1 gelieferte Strom habe nicht den technischen Anforderungen entsprochen, so Netzbetreiber Tennet. Bard 1 gehört über eine Tochterfirma der Hypo- Vereinsbank. Die erklärt, dass ihr "detaillierte Informationen über die technischen Gründe der Abschaltung" nicht vorlägen. Es geht um viel Geld: Liegt die Schuld für den Ausfall bei Tennet oder beim Konstrukteur ABB, werden Bard 1 die Ausfallkosten erstattet, wenn nicht, muss die Bank womöglich Schadensersatz zahlen.



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