DIW-Forscher prognostizieren WM-Finale Spanien gegen Deutschland


Bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien werden Spanien und Deutschland im Endspiel stehen - zumindest wenn es nach der Prognose von Forschern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) geht. "Zwar wären die Spanier leichter Favorit, aber die Chancen der deutschen Nationalmannschaft waren lange nicht besser als bei dieser WM", sagte der Ökonom Gert Wagner, Vorstandsmitglied des DIW, dem Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL. Gemeinsam mit dem Soziologen Jürgen Gerhards und dem Sportsoziologen Michael Mutz sagt Wagner seit Jahren vor jeder Europa- und Weltmeisterschaft den künftigen Sieger voraus. Grundlage der Prognosen ist die Marktwert-Methode, die von der Annahme ausgeht, dass sich in der Regel die Fußballmannschaft mit dem wertvollsten Kader durchsetzt. Und die stellt dieses Mal mit einem Marktwert von rund 650 Millionen Euro der vorläufige Kader von Spanien, gefolgt von Deutschland mit 575 Millionen Euro und Brasilien mit 468 Millionen Euro. Weil die Marktwerte der Spitzenteams diesmal "ziemlich nah beieinander" lägen, sagte der Soziologe Gerhards, seien die Chancen der deutschen Nationalmannschaft auf den WM-Titel besonders groß - die Vorhersage allerdings auch schwierig. Als Geheimfavoriten haben die Forscher noch Belgien auf dem Zettel, das Team liegt mittlerweile auf Rang 7 der Marktwert-Tabelle. In der Vergangenheit waren die Wissenschaftler mit ihrer einfachen Methode verblüffend erfolgreich: Seit 2006 benannten sie jeweils im Voraus den richtigen späteren EM- und WM-Sieger.



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