Thüringens Wirtschaftsminister Machnig kritisiert Arbeitsbedingungen beim Online-Händler Zalando


Der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) fordert bessere Arbeitsbedingungen im Erfurter Verteilerzentrum des Online-Modehändlers Zalando. "Es muss Verbesserungen bei der Arbeitsdichte und Kontrolle der Mitarbeiter geben", so Machnig. Er drängt darauf, dass der Versandhändler Formen der betrieblichen Mitbestimmung schafft, etwa durch die Wahl eines Betriebsrats. Bislang gibt es in keinem der drei unternehmenseigenen Logistikzentren eine Arbeitnehmervertretung. Zalando war jüngst in die Kritik geraten, nachdem sich Beschäftigte über Kontrollen und Leistungsdruck beklagt hatten (SPIEGEL 43/2013). Falle ein Mitarbeiter als zu langsam auf, werde seine Arbeitszeit genau protokolliert, so der von Zalando bestrittene Vorwurf einiger Erfurter Beschäftigter. Machnig hat seine Kritik nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche bei einem persönlichen Gespräch mit der Geschäftsführung des Unternehmens geäußert. Zuvor hatte er sich für eine Ansiedlung Zalandos in Thüringen stark gemacht.



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