Karl V. An die Grenzen der Macht

Im Reich von Kaiser Karl V. ging die Sonne nicht unter, so groß war es. Und doch spürte der Herrscher Ohnmacht. Eigenwillige Kurfürsten, ein launischer Papst, Geldnot und Krankheit hielten den Habsburger in Atem, dazu drei Gegner: Frankreich, die Osmanen und Martin Luther.

Tizians Porträt des alten Kaisers (1548) zeigt einen Zweifler mit letzter Energie
AKG

Tizians Porträt des alten Kaisers (1548) zeigt einen Zweifler mit letzter Energie

Von Mathias Schreiber


Karl der Große? Nein: "Karl der Größte". So wurde Kaiser Karl V. 1603 von einem seiner ersten Biografen genannt. Karl der Große war der erste, Karl V. "der letzte Kaiser des Mittelalters". So urteilt der Historiker Peter Rassow 1957 in seiner bedeutenden Biografie. Andere sehen in ihm den Kopf des ersten großen europäischen Expansionsstaates der Neuzeit oder gar einen Pionier der europäischen Idee.

Karl V. selbst - hierin beraten von seinem Großkanzler Mercurino Gattinara - sah sich als Erben des karolingischen Kaisertums und zugleich dessen Vollender. Er sollte das letztlich antike Imperium wiederherstellen, universalen Frieden schaffen und die Einheit der Christenheit sichern. So werde, schrieb Gattinara 1526, "das Heilige Römische Reich" den "alten Glanz" zurückerobern.

Auf einer ihm gewidmeten Gedenkmedaille des Jahres 1548 lesen wir: "Quod in celis sol / hoc in terra Caesar est" - was die Sonne am Himmel, ist der Kaiser auf Erden. Auf der Rückseite steht Karls Wahlspruch "plus ultra" - mehr und darüber hinaus, über alles hinaus.

Die abenteuerliche Zahl seiner offiziellen Titel signalisiert da eher unendliche Verstrickung, atemraubende Vielfalt und Unübersichtlichkeit der Befugnisse und Verpflichtungen: "Von Gottes Gnaden erwählter Römischer Kaiser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Spanien, beider Sizilien, Jerusalem, Ungarn, Dalmatien, Kroatien, der Balearen, der kanarischen und indianischen Inseln sowie des Festlands jenseits des Ozeans König, Erzherzog von Österreich, Herzog von Burgund, Brabant, Steier, Kärnten, Krain, Luxemburg, Athen, Graf von Habsburg, Flandern, Tirol, Fürst in Schwaben, Herr in Asien und Afrika ..." begann die schier endlose Aufzählung.

Neigung zur Völlerei und jede Menge Bier zum Frühstück

Immerhin blieb Europa das Zentrum, und es passt zum Bild des ersten großen Europäers, dass er in Gent bei Brüssel zur Welt kam - am 24. Februar 1500. Gent, Brüssel und zumal Antwerpen wurden damals vom burgundisch-niederländischen Adel und einem durch Handel (Tuchwaren, Wolle), Schifffahrt und Finanzgeschäfte selbstbewusst und wohlhabend gewordenen Bürgertum dominiert. Karl und zwei seiner Schwestern wuchsen in der Obhut ihrer Tante Margarete auf; untereinander sprachen sie Französisch, kaum Flämisch. Später lernte Karl noch Spanisch, auch Deutsch und Italienisch, die beiden letzten allerdings holprig. "Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd", soll er einmal gescherzt haben.

Im Schloss zu Mecheln, unweit von Brüssel, wurden tagelange Feste gefeiert, der Lebensstil war ritterlich-rustikal, aber man las auch Caesar und Augustinus, pflegte die neue Tafelmalerei, liebte Ritterromane und die Musik.

Karl sollte aus dem Leben am Mechelner Hof jedoch vor allem eine fatale Neigung zur Völlerei bewahren, was ihm später schwere Gicht und Diabetes mellitus einbrachte. Er liebte es, schon zum Frühstück jede Menge Bier zu trinken, und kaute aufgrund einer frühen Zahnschwäche so schlecht, dass er die Fleischbrocken oft nur herunterschlang.

Zeitgenossen beschrieben den jungen Mann als mittelgroßen, mageren, schwermütig wirkenden Menschen mit rotblonden Haaren, blasser Gesichtsfarbe, übergroßem Unterkiefer, hervorquellenden Augen sowie einem Mund, der meist offen stand. Er galt als kühl, verschwiegen, unbeweglich "wie eine Bildsäule" - und wenig intellektuell: Mehr als Bücher liebte er es, zu jagen, zu reiten und an ritterlichen Turnieren teilzunehmen.

Eine durch höfische Rituale überschattete Jugend

Kurz vor seinem 15. Geburtstag, am 5. Januar 1515, ging seine ohnehin durch mühsames Lernen, höfische Rituale und christliche Unterweisung überschattete Jugend jäh zu Ende: Er wurde für volljährig erklärt. Nun war er Herzog von Burgund, schon ein Jahr später, nach dem Tod seines dort herrschenden Großvaters mütterlicherseits, auch König von Spanien, genauer: der spanischen Kernländer Aragon und Kastilien, wozu allerdings damals auch die Königreiche Neapel und Sizilien, bald auch Spaniens Eroberungen in Amerika gehörten, von Mexiko bis Peru.

"Erlauchter Infant, Don Fernando, unser teurer und geliebter Bruder": In diesem steifen Ton schreibt der noch nicht einmal 16-Jährige an seinen drei Jahre jüngeren Bruder in Spanien, um ihm mitzuteilen, er werde jetzt, nach dem Tod des spanischen Großvaters, an ihm, Karl, "einen echten Bruder und Vater" haben. Es ist einer von rund 130.000 Briefen, die Karl bis zum Jahr 1558, seinem Todesjahr, verfasst hat - etwa 100.000 sind während der vergangenen Jahre in einer Datenbank an der Universität Konstanz erschlossen worden.

Die Brüder Karl und Ferdinand trafen sich zum ersten Mal im November 1517 in der Nähe von Valladolid. Karl war mit 40 Schiffen und fast 500 Begleitern losgesegelt. Eine strapaziöse Tour: Der richtige Hafen, an der Küste in Santander, wurde verfehlt, dann zwangen Nachrichten von der Verbreitung ansteckender Krankheiten im Lande zu weiten Umwegen. Immerhin erreichte man endlich Valladolid - und feierte das Treffen der Brüder sogleich mit einem großen Turnier. Dabei wurden etliche Ritter mit Lanzen und Schwertern verwundet, nicht weniger als zehn Pferde ließen ihr Leben.



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
glücklicher südtiroler 24.12.2009
1. Danke für diesen...
Zitat von sysopIm Reich von Kaiser Karl V. ging die Sonne nicht unter, so groß war es. Und doch spürte der Herrscher Ohnmacht. Eigenwillige Kurfürsten, ein launischer Papst, Geldnot und Krankheit hielten den Habsburger in Atem, dazu drei Gegner: Frankreich, die Osmanen und Martin Luther. http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/0,1518,666923,00.html
...sehr gut gemachten Artikel über Karl den V. Letztendlich mußte der Versuch ein dermaßen riesiges Reich, mit vielen Sprachen, mit mittelalterlichen Kommunikationsmethoden zu regieren, scheitern. Ein solches Reich zu regieren wäre auch heutzutage im Internetzeitalter eine Herausforderung. Sein größter Fehler war wohl seine Herrschaft nicht auf mehrere Personen aufzuteilen. Der Papst hingegen intrigierte ausgerechnet gegen den Einzigen, der das Aufkommen des Protestantismus hätte verhindern können, und trug damit zusammen mit der Korruption und Prasserei der Römischen Kirche das Seine zur Glaubensspaltung bei... Oberitalien und zuletzt auch Rom mußten auf ihrem Boden die ganze Last der unzähligen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich/Papst bezahlen... Als katholischer Kaiser mußte Karl der V. die Protestanten bekämpfen; unternahm aber wenigstens den Versuch auf religiöser Ebene einen Kompromiss zu finden... Ich denke, er hätte das Desaster des 30-Jährigen Krieges, der Urkatastrophe der Deutschen, verhindert; oder wenigstens viel früher beendet... Von Anfang an war der Kaiser; damals mächtigster Mensch auf der Erde, durch unendlich viele religiöse, finanzielle, dynastische und politische Verstrickungen behindert... Seine Allmacht wurde durch Geldmangel Fürsten und durch die schiere Weite des Reiches ausgebremst... Diesem hochintelligenten Energiebündel war am Ende sein Scheitern, sowohl religiös als auch politisch, wohl bewußt... An dieser Reichsstruktur mußte aber Jeder scheitern... Und Heute? Die Zwänge, gleich ob politischer, wirtschaftlicher, militärischer, oder bürokratischer Natur; sind solcherart, daß mehr als "Moderieren" unter dem Strich nicht herauskommt... Vielleicht waren damals die "Gestaltungsräume" trotzdem größer...?! Viele Weihnachtliche Grüße aus Südtirol...
glücklicher südtiroler 24.12.2009
2. Danke für diesen...
Zitat von sysopIm Reich von Kaiser Karl V. ging die Sonne nicht unter, so groß war es. Und doch spürte der Herrscher Ohnmacht. Eigenwillige Kurfürsten, ein launischer Papst, Geldnot und Krankheit hielten den Habsburger in Atem, dazu drei Gegner: Frankreich, die Osmanen und Martin Luther. http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/0,1518,666923,00.html
...sehr gut gemachten Artikel über Karl den V. Letztendlich mußte der Versuch ein dermaßen riesiges Reich, mit vielen Sprachen, mit mittelalterlichen Kommunikationsmethoden zu regieren, scheitern. Ein solches Reich zu regieren wäre auch heutzutage im Internetzeitalter eine Herausforderung. Sein größter Fehler war wohl seine Herrschaft nicht auf mehrere Personen aufzuteilen. Der Papst hingegen intrigierte ausgerechnet gegen den Einzigen, der das Aufkommen des Protestantismus hätte verhindern können, und trug damit zusammen mit der Korruption und Prasserei der Römischen Kirche das Seine zur Glaubensspaltung bei... Oberitalien und zuletzt auch Rom mußten auf ihrem Boden die ganze Last der unzähligen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich/Papst bezahlen... Als katholischer Kaiser mußte Karl der V. die Protestanten bekämpfen; unternahm aber wenigstens den Versuch auf religiöser Ebene einen Kompromiss zu finden... Ich denke, er hätte das Desaster des 30-Jährigen Krieges, der Urkatastrophe der Deutschen, verhindert; oder wenigstens viel früher beendet... Von Anfang an war der Kaiser; damals mächtigster Mensch auf der Erde, durch unendlich viele religiöse, finanzielle, dynastische und politische Verstrickungen behindert... Seine Allmacht wurde durch Geldmangel Fürsten und durch die schiere Weite des Reiches ausgebremst... Diesem hochintelligenten Energiebündel war am Ende sein Scheitern, sowohl religiös als auch politisch, wohl bewußt... An dieser Reichsstruktur mußte aber Jeder scheitern... Und Heute? Die Zwänge, gleich ob politischer, wirtschaftlicher, militärischer, oder bürokratischer Natur; sind solcherart, daß mehr als "Moderieren" unter dem Strich nicht herauskommt... Vielleicht waren damals die "Gestaltungsräume" trotzdem größer...?! Viele Weihnachtliche Grüße aus Südtirol...
molinero, 24.12.2009
3. molinero
Vom Standpunkt Spaniens aus betrachtet war Carlos V. die schlimmste aller Katastrophen. Ohne die geringste Ahnung der inneren sozialen und politischen Strukturen der Königreiche Kastilien und Aragón trampelte er mit seinen flämischen Beratern quer über die Halbinsel, zerstörte das jahrhundertealte Gleichgewicht zwischen Städten, Adel und Königtum, zerstörte die "prä-demokratischen" Regierungs-Modalitäten Kastiliens, was zu den ersten Bürgerkriegen führte (Comuneros-Aufstand, Zerstörung von Medina del Campo), vertrieb die unter der Katholischen Königen Isabel und Fernando herangewachsene unternehmerische, bürgerliche Elite der kastilianischen Städte entweder zum Kriegführen nach Italien oder Erobern nach den "Indias", d.h. Amerika (Cortés, Pizarro, Cabeza de Vaca, Orellana, usw.), was letztendlich den Ruin Spaniens bedeutete, der nur durch die Unmassen Gold und Silber kaschiert wurden, die aus Amerika kamen (s.Galeano, u.a.), wenn es also vom spanischen Standpunkt aus einen vollkommenen unfähigen Trottel an der Spitze des Königreiches gegeben hat, so war es der junge Karlchen der Fünfte. Als er endlich bemerkt hatte, was er (auf Einflüsterung seiner flämischen Berater) für einen Mist er gebaut hatte, was es zu spät. Gracias.
Rainer Helmbrecht 25.12.2009
4. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!
Zitat von glücklicher südtiroler...sehr gut gemachten Artikel über Karl den V. Letztendlich mußte der Versuch ein dermaßen riesiges Reich, mit vielen Sprachen, mit mittelalterlichen Kommunikationsmethoden zu regieren, scheitern. Ein solches Reich zu regieren wäre auch heutzutage im Internetzeitalter eine Herausforderung. Sein größter Fehler war wohl seine Herrschaft nicht auf mehrere Personen aufzuteilen. Der Papst hingegen intrigierte ausgerechnet gegen den Einzigen, der das Aufkommen des Protestantismus hätte verhindern können, und trug damit zusammen mit der Korruption und Prasserei der Römischen Kirche das Seine zur Glaubensspaltung bei... Oberitalien und zuletzt auch Rom mußten auf ihrem Boden die ganze Last der unzähligen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich/Papst bezahlen... Als katholischer Kaiser mußte Karl der V. die Protestanten bekämpfen; unternahm aber wenigstens den Versuch auf religiöser Ebene einen Kompromiss zu finden... Ich denke, er hätte das Desaster des 30-Jährigen Krieges, der Urkatastrophe der Deutschen, verhindert; oder wenigstens viel früher beendet... Von Anfang an war der Kaiser; damals mächtigster Mensch auf der Erde, durch unendlich viele religiöse, finanzielle, dynastische und politische Verstrickungen behindert... Seine Allmacht wurde durch Geldmangel Fürsten und durch die schiere Weite des Reiches ausgebremst... Diesem hochintelligenten Energiebündel war am Ende sein Scheitern, sowohl religiös als auch politisch, wohl bewußt... An dieser Reichsstruktur mußte aber Jeder scheitern... Und Heute? Die Zwänge, gleich ob politischer, wirtschaftlicher, militärischer, oder bürokratischer Natur; sind solcherart, daß mehr als "Moderieren" unter dem Strich nicht herauskommt... Vielleicht waren damals die "Gestaltungsräume" trotzdem größer...?! Viele Weihnachtliche Grüße aus Südtirol...
Lieber südtiroler, wenn ich sehe, welche jämmerlichen Ergebnisse unsere Regierungen mit wesentlich kleineren "Reichen" erzielen, dann kann man sagen, dass die Ergebnisse von Karl V nicht aus dem Rahmen fallen. Vermutlich wären die Ergebnisse mit modernen Mitteln besser, als der Schrott, der um mal die ungefähre Größe zu berücksichtigen, von den UN angerichtet wird;o). MfG. Rainer
Bernd Schlüter, 25.12.2009
5. Die Rettung des Abendlandes
Zitat von molineroVom Standpunkt Spaniens aus betrachtet war Carlos V. die schlimmste aller Katastrophen. Ohne die geringste Ahnung der inneren sozialen und politischen Strukturen der Königreiche Kastilien und Aragón trampelte er mit seinen flämischen Beratern quer über die Halbinsel, zerstörte das jahrhundertealte Gleichgewicht zwischen Städten, Adel und Königtum, zerstörte die "prä-demokratischen" Regierungs-Modalitäten Kastiliens, was zu den ersten Bürgerkriegen führte (Comuneros-Aufstand, Zerstörung von Medina del Campo), vertrieb die unter der Katholischen Königen Isabel und Fernando herangewachsene unternehmerische, bürgerliche Elite der kastilianischen Städte entweder zum Kriegführen nach Italien oder Erobern nach den "Indias", d.h. Amerika (Cortés, Pizarro, Cabeza de Vaca, Orellana, usw.), was letztendlich den Ruin Spaniens bedeutete, der nur durch die Unmassen Gold und Silber kaschiert wurden, die aus Amerika kamen (s.Galeano, u.a.), wenn es also vom spanischen Standpunkt aus einen vollkommenen unfähigen Trottel an der Spitze des Königreiches gegeben hat, so war es der junge Karlchen der Fünfte. Als er endlich bemerkt hatte, was er (auf Einflüsterung seiner flämischen Berater) für einen Mist er gebaut hatte, was es zu spät. Gracias.
Schon sein Großvater wurde als "Kaiserlein" und "letzter Ritter" verspottet, allerdings nur von protestantischer Seite. Carlos I oder aber Karl V war der Name des Kaisers. Wenn es nach den protestantischen Fürsten und dem französischen König gegangen wäre, wäre Wien heute noch das abendländische Istanbul und ganz Amsterdam würde sich fünfmal am Tage gen Mekka verneigen. Das blutige Gold der Indios rettete immerhin einen großen Teil des Abendlandes vor der moslemischen Zwangsmissionierung. Überaus unheilvoll war das Verhalten einer Reihe von Päpsten, die mit ihrer Frankreichnähe einen unheilvollen Einfluss ausübten. Was vielen bei der Geschichtsklitterung nicht auffällt, dass es unter der vom Papsttum bevorzugten französischen Lösung schon lange vor dem dreißigjährigen Krieg zur Entmachtung der Reformatoren gekommen wäre. Es war keineswegs nur der Einfluss der österreichischen Gieses, der sehr bald zur Ausrottung des Protestantismus in Frankreich führte. Dass die beiden Kaiser Maximilian und Karl anfangs der Reformation unheilvoll wohlwollend gegenüberstanden, sollte sich bitter rächen: Sie wurden, wie erst recht ihre Nachfolger, regelrecht gezwungen, gegen ihre Gegner vorzugehen, was im größten Völkermord der Geschichte endete. Das "Sacco di Roma" wird endlich einmal richtig dargestellt. Ich sehe es als überaus positiv an, wie sich die Autoren bemühen, sich von der Geschichtsklitterung zu lösen, die der Geschichte des Reiches unter vorwiegend protestantischer Geschichtsschreibung widerfuhr. Allzu gerne werden die Leistungen der beiden Kaiser herabgesetzt und mit der teilweisen Vernichtung der spanischen Armada 1588 unter Phillipp das Ende der spanischen Vorherrschaft gesehen. Besiegelt ist der Niedergang Spaniens aber erst nach dem dreißigjährigen Krieg unter vornehmlich französischem Einfluss. Don Quixote war erst jetzt endgültig gescheitert. Bernd Schlüter
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