Rüstungstechnik Körper im Eisenstrudel

Kreative Rüstungstechniker versorgten die Armeen mit neuen, fürchterlichen Waffen: Maschinengewehren, Flammenwerfern, Panzern - und Giftgas.

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Von SPIEGEL-GESCHICHTE-Autor Georg Bönisch


Seit Tagen schon stand Deutschland im Krieg, da endlich begann die politische Führung des Kaiserreichs zu begreifen, dass diese Schlacht nicht nur ein Krieg der Militärs sein könnte, sondern auch einer der Wirtschaftskapitäne und der Wissenschaftler. Der Chemiker. Oder der Stahlbarone. Oder der Kautschukhändler.

Es war Sonntag, der 9. August 1914, als in dringlicher Mission der mächtige AEG-Lenker Walther Rathenau bei Kriegsminister Erich von Falkenhayn vorsprach. Der Vorrat an Rohstoffen wie Schwefel, Öl, Kupfer oder Zinn, berichtete Rathenau, sei äußerst schmal, und die Lage deshalb "ungeheuer prekär". Bald, so sei zu befürchten, könne es zu heiklen Engpässen in der Rüstungswirtschaft kommen.

Das Reich, eher ein Exportland, war stark abhängig von ausländischen Rohstoffen wie etwa Salpeter, der für die Produktion von Schießpulver oder Sprengstoff benötigt wurde. Pro Jahr waren das immerhin 770.000 Tonnen, vorwiegend aus Chile. Weil der Kriegsgegner England sofort alle Seewege blockierte, kamen etliche Materialien nicht mehr ins Land - ein Fiasko drohte.

Zwar hatten einige Strategen, vor allem aus der Marine, recht früh eine solche Form des Wirtschaftskriegs durchaus kommen sehen. Ihre Befürchtungen gingen jedoch unter. Zumal ein "Blitzsieg" (Historiker Fritz Fischer) verkündet worden war, vielleicht schon in den nächsten Monaten. Sieg im Westen, Sieg im Osten, Sieg auf der ganzen Linie.

Die Prophezeiungen eines alten, politisch erfahrenen Gesellschaftstheoretikers und Kommunisten galten ihnen nämlich nichts, sie konnten oder wollten sich nicht vorstellen, was Friedrich Engels Jahrzehnte zuvor richtig erkannt hatte - dass für Deutschland in der Zukunft "kein anderer Krieg mehr möglich" sei "als ein Weltkrieg, und zwar ein Weltkrieg von einer nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit".

Engels nannte Zahlen, sie verblüffen angesichts der späteren Realität: "Acht bis zehn Millionen Soldaten werden sich untereinander abwürgen und ganz Europa kahl fressen wie noch nie ein Heuschreckenschwarm. Die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges zusammengedrängt in drei bis vier Jahre und über den ganzen Kontinent verbreitet."

Und er sagte auch, nichts sei "abhängiger von ökonomischen Vorbedingungen als gerade Armee und Flotte. Bewaffnung, Taktik und Strategie hängen vor allem ab von der jedesmaligen Produktionsstufe."

Jene ökonomischen Vorbedingungen gab es 1914 nicht, wirklich mobilgemacht hatten nur die Streitkräfte. "In wirtschaftlicher Hinsicht fehlte ein vergleichbares konsequentes Mobilmachungskonzept nahezu völlig", schreibt der Jurist Momme Rohlack in seiner Abhandlung über die Kriegswirtschaft des Ersten Weltkriegs. Über alles musste neu nachgedacht werden. Erst jetzt - und fast schon zu spät.

Viele Waffen, viele Patronen, viele Geschosse

Rathenau schlug eine Zwangsbewirtschaftung der Rohstoffe vor. Mitte August nahm unter seiner Leitung im Falkenhayn-Ministerium die "Kriegsrohstoffabteilung" (KRA) ihre Arbeit auf; sie erfasste erst einmal alle im Reich und im besetzten Gebiet vorhandenen Materialien, kaufte sie dann auf oder beschlagnahmte sie und lieferte sie an die Rüstungsindustrie.

Der KRA, die sich nach Sachkennern zum "erfolgreichsten deutschen Wirtschaftsorgan" entwickeln sollte, folgten im Laufe der Zeit etliche "Kriegsgesellschaften". Es entstand ein aus staatlicher Lenkung und privater Industrieproduktion kombiniertes Wirtschaftssystem - was den Industriellen und Aktionären beste Profite bescherte: hohe Dividenden, riesige Gewinne, die sich in den Kriegsjahren zu Milliarden summierten. Eine sehr günstige Konjunkturlage also, und den Zahlmeister spielte das Reich.

Für diese wirtschaftlichen Zwittergebilde war daher ein langer Krieg ein guter Krieg. Das galt schon deshalb, weil die deutsche Offensivstrategie für einen Bewegungskrieg alsbald obsolet wurde, im Westen jedenfalls. Hier hieß die Strategie Defensive, und die wiederum bedeutete: viele Waffen, viele Patronen, viele Geschosse für die Verteidigung.

Im letzten Kriegsjahr, so hat es der Historiker Hans-Ulrich Wehler ausgerechnet, gab es den "größten Ausstoß an Rüstungsgütern". Als der Krieg begann, verfügte das deutsche Heer gerade mal über 2400 Maschinengewehre, Waffen der Defensive; am Ende waren es 100.000. Und die Zahl der Minenwerfer stieg von 160 auf 16.000.

Auf dem Höhepunkt der Marneschlacht im September 1914 verschoss die deutsche Artillerie mehr Munition als im ganzen deutsch-französischen Krieg 1870/71, und der dauerte immerhin über sechs Monate.

Mit dieser massiven Technisierung einher ging eine bemerkenswerte Kreativität der Kriegsmechaniker. Niemals zuvor seien "in gleich kurzer Zeit neue Erfindungen und neue Verfahren in ähnlicher Fülle ausgedacht, ausprobiert und ins Werk gesetzt" worden, prahlte Rüstungsorganisator Karl Helfferich, im Krieg der Chef des Reichsschatzamtes. Ins Werk gesetzt wurde dabei auch die schrecklichste Waffe der Zeit - Giftgas.

Am Gasprojekt des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts für physikalische Chemie und Elektrochemie arbeiteten die fähigsten deutschen Naturwissenschaftler; zwei hatten schon den Nobelpreis (für Chemie), andere sollten ihn später bekommen. Und wieder ergänzten sich akute militärische Bedürfnisse und der Geschäftssinn deutscher Unternehmer bestens.

"Vollkommene Gaswirkung festgestellt"

Kriegsbedingt lag, etwa bei Bayer in Leverkusen, die Herstellung von Farbstoffen darnieder; sie hinterließ Abfallprodukte, die kaum brauchbar waren - aber hochtoxisch, Chlor beispielsweise oder Phosgen. Auch andere Unternehmen wie BASF, Hoechst oder AGFA kooperierten eng mit dem Forschungsteam in Berlin - am Ende lag die Gesamtproduktion chemischer Kampfmittel, neben Phosgen und Chlor auch Lost ("Senfgas"), Clark oder Chlorpikrin, bei über 100.000 Tonnen.

Der Einsatz dieser neuen Waffe war zwar ein flagranter Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung von 1899, die Deutschland unterzeichnet hatte. Aber das interessierte weder Industrielle noch Wissenschaftler oder das Militär.

Fast quält es zu lesen, was Institutschef Fritz Haber damals aufschrieb: "Der menschliche Körper mit seinen 2 qm Oberfläche stellte eine Zielscheibe dar, die gegen den Eisenstrudel von Maschinengewehr und Feldkanone nicht mehr unbeschädigt an die verteidigte Stellung heranzubringen war. Der Verteidiger konnte nicht vor dem Sturme in seiner Erddeckung niedergekämpft werden, weil ihn die fliegenden Eisenteile nicht erreichten. Es war eine Sache der naturwissenschaftlichen Phantasie", so Haber weiter, "diesen Zustand vorauszusehen und auf die Abhilfe zu verfallen, die der Stand der Technik möglich macht. Diese Abhilfe ist der Gaskrieg."

Schon der erste Giftgaseinsatz der deutschen Armee an der Westfront, am 22. April 1915 nahe des belgischen Städtchens Ypern, zeitigte katastrophale Folgen: 150 Tonnen Chlorgas, das auf einer Breite von sechs Kilometern aus knapp 6000 Stahlflaschen entwich und durch den Wind zu den gegnerischen Stellungen getrieben wurde, tötete Hunderte, vielleicht sogar einige tausend Soldaten, zwischen 7000 und 15.000 erlitten Vergiftungen.

Schließlich setzten alle Kriegsnationen Giftgas ein. Doch dem Deutschen Reich "gelang es", so der österreichische Geschichtsforscher Felix Radax, "etwa doppelt so viel zum Einsatz zu bringen wie Frankreich, drei- bis viermal so viel wie Großbritannien und ungefähr zehnmal so viel wie Russland oder Italien".

Die Bilanz ist eine schreckliche. Im Gas starben 20.000 Menschen allein an der Westfront, die russischen Toten könnten sich auf über 50.000 belaufen. Etwa eine halbe Million Soldaten wurden schwer geschädigt.

Wie es nach einem Chemieangriff an der italienischen Isonzofront im Herbst 1917 aussah, notierte ein deutscher Major ganz prosaisch: "Vollkommene Gaswirkung festgestellt. Nur vereinzelte noch lebende, schwer kranke Italiener. Etwa 5-6000 Mann tot. Es wurden auch verendete Pferde, Hunde und Ratten gefunden." Sein Resümee: "Das Trefferergebnis war ein günstiges."

Grobe strategische Fehlleistung

Noch fünf Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatte der frühere Generalstabschef Alfred von Schlieffen geglaubt, die Entwicklung des Waffenarsenals sei abgeschlossen, und er erklärte deshalb: "Das Denkbare ist erreicht." Jetzt revolutionierten Technologen auf allen Seiten das alte Handwerk der Schlieffens - zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

  • Zum Beispiel Flugzeuge: Höhentaugliche Triebwerke wurden entwickelt, Turbolader und Spriteinspritzung. Die Piloten hielten bereits Funkkontakt zum Boden, mal mit einer Art Morsetechnik, mal - wie bei Engländern und Amerikanern - über regulären Sprechfunk. "Aus dem Einsatz einzelner Aufklärer von 1914", so der Weltkriegs-Spezialist Wolfdieter Bihl, "hat sich bis 1918 ein mit großem Aufwand geführter Luftkrieg entwickelt." Allein die deutschen Luftstreitkräfte verfügten gegen Kriegsende über 5000 Flugzeuge und 61.000 Soldaten.

    Schlachtflieger, Bombenflieger - die Fokker-E III der Deutschen war das erste serienmäßig gebaute Jagdflugzeug. Der Pilot konnte im Flug mit seinem Maschinengewehr durch die Propellerblätter feuern, weil das MG über eine Nockenwelle mit deren Rotation synchronisiert war. Wer will, der kann diese Erfindung als den Beginn des modernen Luftkriegs beschreiben. Übrigens: Der erste Motorflug in der Geschichte der Menschheit war gerade mal ein Jahrzehnt her.
  • Beispiel Marine: Es gab Kreuzer, die 28 Knoten (52 Stundenkilometer) schnell waren, angetrieben von drei Satz Dampfturbinen mit insgesamt 36.000 PS. Jagd-U-Boote erreichten immerhin 15 Knoten (28 km/h), spezielle Horchtechniken spürten U-Boote unter Wasser auf. Mit Pressluft angetriebene Torpedos des britischen Erfinders Robert Whitehead besaßen eine automatische Seiten- und Tiefensteuerung - eine "geniale Erfindung", lobte ein deutscher Marine-Almanach.
  • Beispiel Heer: Eine grässliche Waffe wurde entwickelt, der Flammenwerfer - von einem deutschen Ingenieur. Splitterhandgranaten, die entsetzliche Verletzungen verursachten, kamen auf den Kriegsmarkt, das MG 08/15 ratterte pro Minute 450 Schuss heraus. Die Geschosse der "Dicken Berta" der Krupp-Werke, ein Mörser mit 42 Zentimeter Rohrdurchmesser, flogen 15 Kilometer weit und durchschlugen dickste Fortmauern. Kruppsche Langrohrgeschütze verfeuerten über 100 Kilo schwere Granaten, die über 120 Kilometer weit flogen und den Scheitelpunkt ihrer ballistischen Flugbahn in 38 Kilometer Höhe erreichten.

Mit einer Armada von fast 400 Panzern, die sie wohl auch in Tarnabsicht "Tanks" nannten, Großbehälter also, griffen die Briten erstmals im November 1917 bei Cambrai an, hinter einer Feuerwalze aus Spreng- und Nebelgranaten. Damit leiteten sie, so Bihl, "einen neuen Abschnitt der Kriegsgeschichte ein". Für deutsche Soldaten ein Psychoschock, denn die Panzer "verbreiteten durch die Ungewohntheit ihres Anblickes und durch ihre augenscheinliche Unverletzbarkeit Furcht und Schrecken", wie der Generalstabshistoriker Max Schwarte berichtete.

6000 Panzer produzierten Frankreich und England, Deutschland hingegen stellte nur 20 her, Typ A7 V; eine grobe strategische Fehlleistung, für den Zeitzeugen Schwarte war dieses "Versagen im Tank-Bau ein Vorzeichen des Zusammenbruchs".

Während Soldaten bereits mit drahtlosen Telefonen hantierten, wurde doch immer wieder im Felde auf altbewährte Methoden zurückgegriffen. Auf Meldehunde zum Beispiel, die Patronen, Proviant und Kapseln mit Nachrichten am Körper ganz nach vorn an die Front trugen, geachtet wegen ihres "Spürsinns" und ihrer "Zuverlässigkeit", notierte ein Offizier. Und fügte als weiteren Vorteil deren "geringe Trefferfläche" an. Auch berittene Spähtrupps kamen gelegentlich zum Einsatz. Oder Brieftauben.

Bei den Rüstungsfirmen klingelte es in den Kassen

Fritz Haber, der Giftgas-Crack und glühende Patriot, für den feststand: "Der Wissenschaftler dient im Frieden der Menschheit, im Kriege dem Vaterland", half dem Kaiserreich ein weiteres Mal - zusammen mit seinem Mitstreiter Carl Bosch. Beide hatten, vier Jahre vor Kriegsbeginn, ein Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe aus Stickstoff und Wasserstoff Ammoniak hergestellt werden konnte. Ein Segen für die Landwirtschaft, denn nun gab es genug Düngemittel.

Und ein Glück für das kriegführende Deutschland. Denn das künstliche Ammoniak konnte in Salpetersäure umgewandelt werden - Salpeter, dessen Import aus Chile durch die Blockade der Engländer verhindert worden war. Um die Produktion von Schießpulver schnellstens sicherzustellen, wurden Werke aus dem Boden gestampft, finanziert vom Staat über Kredite, von denen er nicht profitierte; die Anteilseigner der BASF wohl.

Denn sie partizipierten während des gesamten Krieges an einer durchschnittlichen jährlichen Gewinnausschüttung von 25 Prozent, in anderen Branchen waren es 35 Prozent. "Es ist sogar das Kuriosum vorgekommen", notierte 1965 der DDR-Wissenschaftler Alfred Schröter, "dass mehr als 100 Prozent Dividende verteilt werden sollten."

Gerade bei den Rüstungsfirmen klingelte es in den Kassen. Krupp erzielte 1916/17 einen Reingewinn von knapp 80 Millionen Mark (1913/14: rund 32 Millionen), Rheinmetall von gut 15 Millionen (vorher 1,4). Phoenix Ruhrort hatte im ersten Kriegsjahr netto 15 Prozent Plus gemacht - aber 52 Prozent 1916/17.

Die wichtigsten Stahl- und Montanbetriebe konnten 1917, berechnet auf das letzte Friedensjahr 1913, ihren Gewinn um sagenhafte 800 Prozent steigern. Zu Recht prangerte eine Kommission des Reichstags solch "skandalöse Kriegsgewinnlerei" an, ihre Kritik jedoch blieb folgenlos. Der Staat, analysierte Hans-Ulrich Wehler, sei "weder willens noch von der inneren Kräftekonstellation her imstande" gewesen, dagegenzuhalten.

Mit anderen Worten: Die Kriegslage auszunutzen erschien keinesfalls als ein moralisches Delikt, im Gegenteil. "Die Gewinne", seufzte ein hoher Beamter des Reichsschatzministeriums, "sind bei der Industrie gemacht, und den Verlust musste das Reich tragen."



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insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
Peter.Lublewski 12.10.2013
1. Gemetzel
Zitat von sysopGetty ImagesKreative Rüstungstechniker versorgten die Armeen mit neuen, fürchterlichen Waffen: Maschinengewehren, Flammenwerfern, Panzern - und Giftgas. http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/erster-weltkrieg-neue-waffen-zu-lande-zu-wasser-und-in-der-luft-a-926455.html
Nach dem Ende des fürchterlichen Ersten Weltkriegs hatten optimistische Zeitgenossen gehofft, dass die Menschheit aus diesem Gemetzel gelernt hätte. Heute, nach fast genau 100 Jahren, wissen wir, dass die Menschen leider immer dämlicher geworden sind.
datsenfdöppche 12.10.2013
2. war schon immer so
Gemessen an den zehn Millionen Soldaten, die in den Schützengräben durch Artillerie und MG-Nester ins Jenseits befördert wurden, sind 20000 oder auch hunderttausend Tote durch Giftgas nur eine Fußnote. Natürlich hatte selbst ein Adolf Hitler vor dieser heimtückischen Waffe Angst, weil er sie auch selbst am eigenen Leib zu spüren bekam. Doch nachdem beide Seiten über Gasmasken verfügten, war diese Waffe stumpf. Ebenso der britische Tank. Der wurde schnell für seine Insassen zum Krematorium als die Deutschen über Panzerabwehrwaffen wie die 15mm Panzerbüchse verfügten. Auch die heutigen Killerdrohnen werden nicht sehr lange das Privileg der CIA sein. Drohnen gibts jetzt schon in jedem Spielwarengeschäft. Das Know-how daraus tödliche Waffen zu machen ist ebenfalls da. Und während die Merkel von einer Piratendrohne beim Wahlkampf nur fotografiert wurde, könnte der nächste US-Präsident einer kleinen Killerdrohne gesteuert von einem Taliban o.ä. abgemurkst werden, so wie tausende Afghanen und Araber vor ihm durch US-Drohnen. Nichts ist so schnell veraltet wie moderne waffen. Und genau daran verdient die Rüstungsindustrie selbst, wenn diese in Friedenszeiten gar nicht benutzt wird ebenso wie damals zu Zeiten Wallensteins der Büchsenmacher, der ebenfalls immer ein besseres Spielzeug den im solde stehenden Mordbuben anbieten konnte als sein Konkurrent nebenan. Wer Geld hat, hat auch Waffen, und wer waffen hat, kann sich auch wieder Geld besorgen.
Zaunsfeld 12.10.2013
3.
Zitat von datsenfdöppcheGemessen an den zehn Millionen Soldaten, die in den Schützengräben durch Artillerie und MG-Nester ins Jenseits befördert wurden, sind 20000 oder auch hunderttausend Tote durch Giftgas nur eine Fußnote. Natürlich hatte selbst ein Adolf Hitler vor dieser heimtückischen Waffe Angst, weil er sie auch selbst am eigenen Leib zu spüren bekam. Doch nachdem beide Seiten über Gasmasken verfügten, war diese Waffe stumpf. Ebenso der britische Tank. Der wurde schnell für seine Insassen zum Krematorium als die Deutschen über Panzerabwehrwaffen wie die 15mm Panzerbüchse verfügten. Auch die heutigen Killerdrohnen werden nicht sehr lange das Privileg der CIA sein. Drohnen gibts jetzt schon in jedem Spielwarengeschäft. Das Know-how daraus tödliche Waffen zu machen ist ebenfalls da. Und während die Merkel von einer Piratendrohne beim Wahlkampf nur fotografiert wurde, könnte der nächste US-Präsident einer kleinen Killerdrohne gesteuert von einem Taliban o.ä. abgemurkst werden, so wie tausende Afghanen und Araber vor ihm durch US-Drohnen. Nichts ist so schnell veraltet wie moderne waffen. Und genau daran verdient die Rüstungsindustrie selbst, wenn diese in Friedenszeiten gar nicht benutzt wird ebenso wie damals zu Zeiten Wallensteins der Büchsenmacher, der ebenfalls immer ein besseres Spielzeug den im solde stehenden Mordbuben anbieten konnte als sein Konkurrent nebenan. Wer Geld hat, hat auch Waffen, und wer waffen hat, kann sich auch wieder Geld besorgen.
Da täuschen Sie sich aber. Schutzmasken boten nur einen sehr geringen Schutz und waren sogut wie wirkungslos. Schon mal was von Buntschießen gehört? Dagegen gab es keine wirkungsvollen Schutzmasken. Selbst heute ist es nicht möglich, Schutzfilter herzustellen, die gegen alle vielfältigen Möglichkeiten der riesigen chemischen Bandbreite möglicher Kampfstoffe universellen Schutz bieten. Chemische Kampfstoffe sind nicht umsonst geächtet.
Jean P. v. Freyhein 12.10.2013
4.
Zitat von Peter.LublewskiNach dem Ende des fürchterlichen Ersten Weltkriegs hatten optimistische Zeitgenossen gehofft, dass die Menschheit aus diesem Gemetzel gelernt hätte. Heute, nach fast genau 100 Jahren, wissen wir, dass die Menschen leider immer dämlicher geworden sind.
Inzwischen sollte man doch eines über die Spezies Mensch gelernt haben, dass der Mensch das sich gegenseitig bekämpfen niemals lassen werden wird. Es gibt zwar immer wieder Träumer, aber wenn man eines aus der Geschichte lernen kann, dass die Menschheit nicht auf einmal plötzlich weniger gewalttätig werden wird. Dämlich wäre es aber, genau das anzunehmen, dass aus der Menschheit auf einmal eine friedliche Spezies wird.
Spessartplato 12.10.2013
5. Stimmt leider
Zitat von Jean P. v. FreyheinInzwischen sollte man doch eines über die Spezies Mensch gelernt haben, dass der Mensch das sich gegenseitig bekämpfen niemals lassen werden wird. Es gibt zwar immer wieder Träumer, aber wenn man eines aus der Geschichte lernen kann, dass die Menschheit nicht auf einmal plötzlich weniger gewalttätig werden wird. Dämlich wäre es aber, genau das anzunehmen, dass aus der Menschheit auf einmal eine friedliche Spezies wird.
Der Mensch - Irrläufer der Evolution. Die Kluft zwischen Denken und Handeln. Eine Anatomie menschlicher Vernunft und Unvernunft: Amazon.de: Arthur Koestler: Bücher (http://www.amazon.de/Mensch-Irrläufer-Evolution-menschlicher-Unvernunft/dp/3596242827/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1381593291&sr=1-3&keywords=koestler+arthur)
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