Archäologie Graben für den Kaiser

Die Biblische Archäologie im Heiligen Land begann mit einer religiösen Frau, Abenteurern und wagemutigen Pionieren.

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Von SPIEGEL-GESCHICHTE-Autorin Angelika Franz


Der erste Mensch, der in Palästina nach Zeugnissen aus der Zeit der Bibel grub, war eine Frau. Man schrieb gerade das Jahr 326, als Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin und selbst Christin erster Generation, nach Jerusalem reiste. Dort, glaubte die 76-Jährige, müssten noch jede Menge Relikte vom Leben und Sterben Jesu Christi zu finden sein.

Sie wusste, wonach sie suchte: Das Grab Jesu, erklärte sie dem Jerusalemer Bischof Makarios, läge genau unter dem Venustempel. Den hatte Kaiser Hadrian 135 just dorthin gegen den aufblühenden Christenkult in der Stadt setzen lassen.

Der Legende nach entdeckten die Arbeiter, die im Auftrag Helenas die Tempelterrasse abtrugen, ein Grab. Für die Kaisermutter konnte es nur die Ruhestätte Christi sein, ebenso das Kreuz - das man fand: Daran musste er gestorben sein!

Helena hatte es als Hobby-Archäologin vergleichsweise leicht gehabt. Die Ereignisse, deren Spuren sie finden wollte, lagen damals noch nicht lange zurück. Noch war organisches Material nicht völlig verrottet, noch verliefen die Straßen und Wege so wie zu Zeiten Christi, noch waren Geschehnisse und Orte fest in der kollektiven Erinnerung der Bewohner Jerusalems verankert.

Es ist gar nicht mal unwahrscheinlich, dass Helena tatsächlich das Grab Jesu entdeckt hatte. Der Platz lag zu seiner Zeit noch außerhalb der Stadtmauer, und die Errichtung des heidnischen Tempels durch Hadrian an genau dieser Stelle spricht dafür, dass der Ort inbrünstig von den Anhängern Christi verehrt wurde. Doch dann folgten lange Jahrhunderte, in denen Palästina zu einer unbedeutenden Provinz verkam, Artefakte verrotteten, Dörfer und Straßen sich änderten und alte Geschichten vergessen wurden.

Forscher entdecken die heiligen Stätten

Als Napoleon Bonaparte sich 1799 ins Heilige Land aufmachte, war das Gebiet für Europa weitgehend in Vergessenheit geraten. Deshalb hatte er auch Kartografen, Zeichner und Forscher dabei. Doch nach monatelanger Belagerung scheiterte er bei der Eroberung der Hafenstadt Akkon und musste sich wieder nach Ägypten zurückziehen.

Trotzdem, das Tor war aufgestoßen. Nicht mehr nur vereinzelte Pilger machten sich von Europa aus auf den Weg zu den heiligen Stätten, sondern immer mehr Forscher und Entdecker.

Einer von ihnen war der junge Schweizer Jean Louis Burckhardt, der den Weg zum Niger finden wollte. Er lernte Arabisch, nannte sich Sheikh Ibrahim Ibn Abdallah und schloss sich, als Muslim verkleidet, verschiedenen Karawanen an. Am 22. August 1812 stieß er dabei auf die Ruinen einer Stadt, die nur wenigen Gelehrten aus alten Legenden bekannt war: Petra, die einstige Hauptstadt der aus der Bibel bekannten Nabatäer.

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Felsenstadt Petra: Die unerforschte Wüstenmetropole
Zur gleichen Zeit lebte eine weitere schillernde Gestalt im Heiligen Land, die nur drei Jahre später die erste moderne archäologische Ausgrabung in Palästina leiten sollte: Lady Hester Stanhope, eine britische Aristokratin, die sich in der Wüste eindeutig wohler fühlte als auf den Teepartys der Londoner High Society. In ihrer Jugend hatte ihr ein Insasse der berüchtigten Irrenanstalt Bedlam prophezeit, sie würde einst als Königin der Wüste herrschen und Jerusalem zurückerobern. Davon beseelt, reiste sie dorthin. Eines Tages legte ihr ein Franziskanermönch ein altes Dokument vor. In der antiken Hafenstadt Aschkelon, hieß es darauf, lägen unter den Ruinen einer Moschee drei Millionen Goldmünzen vergraben.

Die ersten geborgenen Artefakte aus der Bibel-Zeit

Den Goldschatz hat Lady Stanhope nie gefunden. Dafür entdeckten die Arbeiter unter den Ruinen der Moschee aber eine antike Statue: einen überlebensgroßen, kopflosen römischen Kaiser. Die Statue sollte das Einzige bleiben, was der Boden hergab. Nach weiteren Wochen erfolgloser Suche, in denen die Arbeiter jeden Quadratzentimeter des Geländes durchpflügt hatten, war die Lady so frustriert, dass sie Order gab, den Marmorkaiser in Stücke zu hauen und im Meer zu versenken.

Die große Zeit der Archäologie begann denn auch nicht in Palästina. Staunend bewunderten die Menschen in London, Paris oder Berlin, welche spektakulären Altertümer die Archäologen aus dem Boden Ägyptens und Mesopotamiens holten. 1822 legte Jean-François Champollion seine Entzifferung der Hieroglyphen vor. Wenig später begann Austen Henry Layard, die Hallen des British Museum mit Schätzen aus Ninive und Nimrud zu füllen. Im Heiligen Land aber konzentrierten sich die Europäer nach wie vor auf die Vermessung der Landschaft. 1867 dämmerte es dem britischen "Palestine Exploration Fund" (P.E.F.), dass auch in Jerusalem wertvolle Schätze liegen könnten, mit denen sich Aufsehen erregen ließe.

Zu diesem Zweck wurde ein 27-jähriger Leutnant vom Königlichen Pionier-Korps angeheuert, der sich bereits mit der halsbrecherischen Vermessung des Felsens von Gibraltar einen Namen gemacht hatte.

Als Charles Warren in Jerusalem ankam, waren allerdings weder der Sultan im fernen Konstantinopel noch der örtliche Statthalter begeistert von seinen Forschungsplänen. Denn der Brite bat dreist um Erlaubnis, direkt auf dem Haram al-Scharif zu graben, dem Ort von Felsendom und Moschee - einst jüdischer Tempelberg, nun nach Mekka und Medina die drittheiligste Stätte des Islam. Der Pascha willigte lediglich ein, dass Warren direkt neben den gewaltigen Mauern seine Schaufeln in die Erde senkte. Dummerweise nur störte der Grabungslärm die Gläubigen in der darüberliegenden Aksa-Moschee beim Beten. Ein Steinhagel, den wütende Moscheebesucher auf die Arbeiter niederregnen ließen, stoppte Warrens ersten Versuch. Mittlerweile war auch Nachricht aus Konstantinopel gekommen: Der Sultan verbot jede Grabungsaktivität in der näheren Umgebung religiöser Stätten. Warren brauchte einen neuen Plan.

Nun zeigte sich, wie klug es gewesen war, einen krisenfesten "Royal Engineer" nach Jerusalem zu schicken. Warren pachtete ein Stück Land, das in sicherer Entfernung zum Tempelberg lag. Hinter einem riesigen Gewächs als Sichtblende ließ er einen Schacht in die Tiefe treiben - und grub dann horizontal weiter hin zu den Mauern des Tempelberges. Zwischen März und Juni 1867 buddelten seine Männer über 27 Stollen zum Inneren des Haram al-Scharif.

Es war eine tollkühne Aktion. Denn der Boden rund um den Tempelberg bestand aus einem Gewirr von Bauschutt vergangener Jahrtausende, kollabierten Zisternen, längst vergessenen Abwasserkanälen und losen Kieselsteinen. Einzig eng gestellte Holzplanken zum Abstützen der Tunnelwände konnten einigermaßen Stabilität gewährleisten. Doch Holz war Mangelware im baumarmen Heiligen Land. Warren ließ alle alten gebrauchten Holzbalken aufkaufen, deren er habhaft werden konnte. Sie reichten aber nur, um die Stollen an den notwendigsten Stellen zu stützen. Immer wieder prasselten Stollenwände auf die Arbeiter nieder. Dass bei den Grabungen niemand zu Tode kam, gleicht einem Wunder.

Doch die Mühen zahlten sich aus: Warren konnte Amphorenhenkel bergen, die den hebräischen Stempel "Eigentum des Königs" trugen - es waren die ersten archäologisch geborgenen Artefakte, die tatsächlich aus der Zeit der Bibel stammen. Viel wichtiger noch: Es gelang ihm, Lage und Maße der Plattform des herodianischen Tempels zu bestimmen. Und Warren konnte nachweisen, dass dem Tempelbau tatsächlich große Umbauarbeiten auf dem Areal vorangegangen waren, was man bisher bloß vermutet hatte. Er entdeckte einen Teil der antiken Wasserversorgung, der als Warren-Schacht in die Archäologie-Geschichte eingehen sollte. In Jerusalem, aber auch zu Hause in England wurde Warren für seinen Einsatz und Wagemut gefeiert.

Als Bevollmächtigter der Londoner Polizei versagte er später allerdings total, sowohl bei den Unruhen des "Bloody Sunday" angesichts der Arbeitslosigkeit in Irland als auch auf der Jagd nach dem Serienmörder Jack the Ripper.

Rasante Fahrt der jungen Wissenschaft der Archäologie

In den Jahren nach Warrens Mission in Jerusalem begann die junge Wissenschaft der Archäologie rasant Fahrt aufzunehmen. In Troja zeigte Heinrich Schliemann, dass Hügel in ansonsten flachen Landschaften der Siedlungsschutt vergangener Städte sein können. Solche Hügel, erkannte der Palestine Fund plötzlich, gab es auch im Heiligen Land - und zwar jede Menge. Und in Ägypten zeigte William Matthew Flinders Petrie, dass man mit genauen Beobachtungen und Vergleichen von Keramikscherben von verschiedenen Fundstellen eine relative Chronologie erstellen kann. Diesen jungen, ambitionierten Archäologen holte sich der P.E.F. nach Palästina.

Die Arbeit mit Petrie war kein Spaziergang, wie der Entdecker des Tutanchamun-Grabes Howard Carter während seiner Lehrzeit einige Jahre später am eigenen Leib erfahren sollte. Bei Sonnenaufgang blies er höchstpersönlich die Trillerpfeife, um seine Arbeiter zu wecken. Petrie beschäftigte ganze Familien: Die Männer mussten graben, Frauen und Kinder den Aushub wegräumen und peinlich genau durchsieben. Wer den Eindruck erweckte, nicht vollen Einsatz zu leisten, wurde fristlos gefeuert. Singen bei der Arbeit war strikt verboten. Und zu Essen gab es nur das Nötigste: Dosenfleisch und Schiffszwieback. Man muss dem exzentrischen Ausgräber allerdings zugutehalten, dass er selbst auch nichts anderes aß - wenn er seine Mahlzeiten auch mit Silberbesteck am Mahagonitisch einnahm. Trotzdem sagte Carter später, das harte Training bei Petrie habe ihn wohl in eine Art Forscher "verwandelt": "Er habe ihn systematisch graben und untersuchen gelehrt."

Petrie wählte den Tell el-Hesi südlich von Tel Aviv als Grabungsstätte, den er irrtümlich für die biblische Stadt Lachisch hielt. Nach wenigen Wochen gelang es ihm, erstmals einen wissenschaftlichen Rahmen für die Datierung von Artefakten des Heiligen Landes auszuarbeiten. Dank seiner ägyptischen Vorerfahrung konnte er eine Chronologie für die Keramik Palästinas aufstellen, die sich problemlos an die ägyptische anschließen ließ. Doch die orientalischen Strukturen des Osmanischen Reiches bereiteten dem Kontrollfreak Petrie arge Probleme. Als ihn dann auch noch in der Nähe von Hebron Banditen überfielen, ergriff er die Flucht und reiste zurück nach England. Erst über 30 Jahre später, als längst die Briten die Herrschaft übernommen hatten, sollte er nach Palästina zurückkehren und seine archäologische Arbeit fortsetzen.

Doch immerhin bildete Petrie einen würdigen Nachfolger aus: Einen Monat musste der US-Amerikaner Frederick Jones Bliss mit Petrie Anfang 1891 an der altägyptischen Pyramide von Meidum arbeiten, dann durfte er die Arbeit am Tell el-Hesi fortsetzen. Was Bliss dem Hügel an Informationen abtrotzte, war gewaltig. Er legte nicht nur die Grundmauern großer, öffentlicher Gebäude und Befestigungsanlagen frei, sondern förderte auch Unmengen an Keramik zutage, mit deren Hilfe er Petries Chronologie verfeinern konnte.

Der spektakulärste Fund aber sollte ein kleines Tontäfelchen werden. Im 14. Jh. v. Chr. hatte ein ägyptischer Verwalter darauf seine Notizen hinterlassen. Damit konnte Bliss den archäologischen Beweis für die ägyptische Herrschaft über die Städte Kanaans vorlegen.

Gottlieb Schumacher gelang eine Sensation nach der anderen

Der P.E.F. war so angetan von Bliss' Arbeit, dass der danach mit dem englischen Architekten Archibald Dickie in Jerusalem graben durfte. In weiteren Projekten untersuchte er Tell Zakarija, Tell Safi, Tell Judeida und die Höhlen des Tell Sandahanna, dem antiken Marescha im Königreich Juda. Hier arbeitete er mit Robert Alexander Stewart Macalister zusammen, der später ein bedeutender Professor für keltische Archäologie wurde. Sie trugen die Hügelkuppe ab und legten erstmals den kompletten Straßenverlauf einer hellenistischen Stadt in Palästina frei.

Am 29. Oktober 1898 ritt der deutsche Kaiser Wilhelm II., ein Freund des Sultans, auf einem weißen Pferd in Jerusalem ein, an seiner Seite Kaiserin Auguste Victoria. Lange genug hatte Deutschland hinter England und Frankreich zurückgestanden, nun wollte der Kaiser die Museen Berlins ebenso mit antiken Kunstschätzen füllen, wie London und Paris es vorgemacht hatten. Bald standen dem Deutschen Palästina Verein 40.000 Mark zur Verfügung, um Megiddo zu untersuchen - möglicherweise das Armageddon des Neuen Testaments, Schauplatz des Endkampfes zwischen Gut und Böse. Noch niemals zuvor hatte eine archäologische Expedition in Palästina über so große Mittel verfügt - mehr als die Hälfte davon stammte aus der deutschen Staatskasse.

Die Leitung der Grabung übertrug der Verein dem Bauingenieur Gottlieb Schumacher, der die Sache mit deutscher Gründlichkeit anging. Unter der im Wüstenwind flatternden schwarz-weiß-roten Flagge leitete er eine Ausgrabung, wie Palästina sie noch nie gesehen hatte. Täglich schufteten bis zu 200 Männer, Frauen und Kinder nach einem systematischen Arbeitsplan. Der P.E.F. musste hilflos zusehen, wie Schumacher das Geld des Kaisers nutzte, um eine archäologische Sensation nach der anderen aus dem Boden zu holen: die gigantische Stadtmauer von Megiddo, einen Altar der Kanaaniter, ein Siegel aus Jaspis mit dem Namen des in der Bibel erwähnten Herrschers Jerobeam. Mit jeder Schicht, die Schumachers Arbeiter vom Tell Megiddo abtrugen, schwand auch der archäologische Einfluss der Briten im Heiligen Land.

Bis die Biblische Archäologie ihren fiebrigen Eifer verlor

Schumacher war deutscher Abstammung, hatte aber seine ersten Lebensjahre in den USA verbracht. Als im November 1907 ein Komitee der US-Universität Harvard anfragte, ob er die Ausgrabung Samarias leiten wolle, sagte er zu. In Megiddo hatte Schumacher vor allem gelernt, eine große und mit viel Geld ausgestattete Grabung autoritär zu führen. In diesem Stil setzte er seine Arbeit in Samaria fort. Bald schon schaufelten über 400 Arbeiter für ihn, doppelt so viele wie zuvor. Sie legten schnell die Reste des riesigen Tempels frei, den König Herodes für den römischen Herrscher Augustus dort hatte erbauen lassen. Freudetrunken von den Entdeckungen vernachlässigte er dabei jedoch jeden wissenschaftlichen Anspruch. Bald ging es ihm nur noch um die Jagd nach Schätzen. Entsetzt entzogen die Amerikaner ihm die Leitung. Schumacher reiste wenig beeindruckt weiter nach Jericho und überließ den willkürlich aufgerissenen Hügel Samarias dem Amerikaner George Reisner.

Reisner war der richtige Archäologe, der mit chirurgischer Präzision retten konnte, was Schumacher in der ersten Grabungskampagne an Schaden verursacht hatte. Akribisch rekonstruierte er aus den Schichten die Geschichte der Stadt in biblischer Zeit.

Als Reisner und sein Team mit Samaria fertig waren, hatte die Biblische Archäologie ihren kindlichen, fiebrigen Eifer verloren. Aber er hatte neue wissenschaftliche Standards gesetzt.

Über der Grabkammer, die Kaisermutter Helena in Jerusalem fand, steht noch immer die christliche Grabeskirche, ein Wallfahrtsort. Ob Jesus dort tatsächlich bestattet wurde, ist bis heute nicht bewiesen.



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Seite 1
thinkrice 01.01.2015
1.
Ein interessanter Artikel. Danke!
RudiLeuchtenbrink 01.01.2015
2. dito
Danke
blob123y 01.01.2015
3. Es wird hier immer von Petra berichtet
in Myanmar gibt es etwas sehr Aehnliches sogar groesser in buddhistischer Richtung: http://www.travel-myanmar-all.com/p/trip-to-monywa.html
andreu66 01.01.2015
4. Helena fand nicht nur das Grab Christi
und das Kreuz, sondern u.v.a. auch die heilige Lanze und die Reliquien der heiligen drei Könige. Alle diese Dinge hatten in Jerusalem Jahrhunderte lang nur darauf gewartet von der ersten christlichen Kaisermutter entdeckt zu werden. Zum Dank stiftete sie natürlich mehrere Kirchen und das Christentum entwickelte sich zur Staatsreligion. Ein Schelm, der die Echtheit aller dieser archäologischen Funde anzweifeln würde.
oranier 01.01.2015
5. Sprache
Interessanter Artikel. Es ist aber wenig angebracht, ständig von Christus zu reden, als sei das ein Name. Der Mann hieß, wenn denn die Legende stimmt, Jesus, und "Christus" ist nicht ein Beiname oder ein Name, den man der Abwechslung halber alternieren kann, sondern eine religiöse Bezeichnung und bedeutet "der Erlöser", "der Messias", "der Heiland". Ungeeignet also für die historische Darstellung. Schwerer wiegt: " In weiteren Projekten untersuchte er (...) die Höhlen des Tell Sandahanna, dem antiken Marescha im Königreich Juda." - Von dieser ständigen Apposition im Dativ bekommt jemand mit Sprachgefühl Zahnschmerzen. Selbstverständlich hieße es korrekt: " In weiteren Projekten untersuchte er (...) die Höhlen des Tell Sandahanna, DES antiken Marescha im Königreich Juda."
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© SPIEGEL Geschichte 6/2014
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