Heiler im Mittelalter: Schneller Griff zum Schädelbohrer

Von Frank Thadeusz

Heiler des Mittelalters: Blut und schwarze Galle Fotos
Corbis

Im Mittelalter schadeten Ärzte häufig ihren Patienten, anstatt sie zu heilen. Schon eine kleine Malaise konnte das Todesurteil bedeuten. Doch einige Könner ihres Fachs verblüfften mit virtuosen Operationskünsten.

Der Mann ist zwischen 40 und 50 Jahre alt, so genau lässt sich das nicht sagen. Dass er überhaupt so alt wurde, war ein Geschenk des Himmels, doch jetzt steht es schlecht um ihn: Ein Ritter hat ihm mit einem Schwert den Schädel eingeschlagen.

Auf einer Seite seines Kopfes klafft eine tiefe, sechs Zentimeter lange Öffnung. Unter den Bedingungen der modernen Unfallchirurgie hätte er möglicherweise eine Überlebenschance, aber wir befinden uns im 12. Jahrhundert - keine gute Zeit, um sich mit einem beängstigend großen Loch im Kopf in Behandlung zu begeben.

Schon geringere Malaisen kommen in dieser Zeit einem Todesurteil gleich. Und wer nicht durch seine Verletzung oder seine Krankheit dahingerafft wird, den bringen die Ärzte mit obskuren Behandlungsmethoden ins Grab.

Die Heiler des Mittelalters scheren sich meist wenig um die anatomischen Gegebenheiten des Menschen. Ohnehin haben sie von Anatomie nur sehr begrenzte Kenntnisse. Dass es etwa einen Blutkreislauf gibt, davon hat bis dahin kein Medicus des Abendlandes gehört. Noch immer halten viele Ärzte die autoritative Ansicht des großen Doktors aus der Antike, Galen, für plausibel: Demnach wütet in der linken Herzkammer ein Feuer, das zur Blutreinigung brennt.

Auch sind die Mediziner nach antiken Vorbildern überzeugt davon, dass das Wohlbefinden des Menschen über Körpersäfte gesteuert wird. Gerät das Gleichgewicht von Blut, Schleim, schwarzer und gelber Galle in Unordnung, so die herrschende Lehrmeinung, dann brechen Krankheiten über den Organismus herein.

Die aus heutiger Sicht absurd erscheinende Säftegläubigkeit erklärt zum Beispiel, wie Äbtissin Hildegard von Bingen um 1150 auf die verwegene Idee kommen konnte, ein tödliches Leiden wie die Lepra mit einer Mixtur aus Schwalbenkot und Klettenkraut kurieren zu wollen.

Etliche Gläubige und gelehrte Zeitgenossen stellen den Sinn etwaiger Behandlungen und Anwendungen gleich ganz in Frage - Krankheit gilt häufig als gerechtes Gottesurteil. Das von Mönchen geschriebene "Lorscher Arzneibuch" aus dem 8. Jahrhundert fasst den Zeitgeist treffend zusammen: "Denn aus drei Ursachen wird der Leib von Krankheit befallen: aus einer Sünde, aus einer Bewährungsprobe und aus einer Leidensanfälligkeit. Nur dieser letzteren kann menschliche Heilkunst abhelfen."

Bedenklich genug, dass die Kirche den Kranken einredete, sie seien an ihrem Unglück selbst schuld. Mit dem 1215 verabschiedeten Dogma "Ecclesia abhorret a sanguine" ("Die Kirche verabscheut das Blut") zementierten die Kleriker zudem eine folgenreiche Spaltung in der Krankenfürsorge: Der Körper des Menschen sollte unter allen Umständen unversehrt bleiben. Mediziner und Mönche durften sich fortan nur noch der inneren Medizin ohne Skalpell widmen.

Sägen und Meißeln am menschlichen Körper als Handwerksberuf

So geriet der Beruf des Chirurgen in die Hände von Männern ohne jegliche wissenschaftliche Ausbildung, die das Sägen und Meißeln am menschlichen Körper als reinen Handwerksberuf auffassten. Aber auch wer sonst an ernsten Gebrechen litt, konnte in den Hospitälern des Mittelalters kaum auf Heilung hoffen.

Hatte jemand das Glück, einen Platz in den Häusern mit zumeist kaum mehr als 20 Betten zu ergattern, kam er in den Genuss einer exklusiven, aber wenig Besserung versprechenden Behandlung: Glaubensfeste Brüder und Schwestern schüttelten die Betten auf und servierten Fleisch und sogar Wein, der gemäß der Säftelehre dem Heilungsprozess als zuträglich galt; an die Wurzel des Übels griffen derlei Therapien indessen kaum.

Doch trotz deprimierender Aussichten für etliche Kranke brachten Heiler des Mittelalters immer wieder auch Famoses zustande. Der vom Schwerthieb schwer Gezeichnete etwa hatte das große Glück, dass er in die Hände der Brüder des Zisterzienserklosters im dänischen Øm geriet. Die Mönche waren offenbar nicht geneigt, sich dem päpstlichen Operationsverbot zu fügen. Ihren Patienten bearbeiteten sie geschickt und hatten dazu auch effizientes Operationsbesteck.

Mit einem speziellen Meißel befreiten die Mönche die Wunde des Schwerverletzten von Knochensplittern. Dann pflegten sie den Versehrten derart kundig, dass er überlebte. Für ihre ärztliche Kunst gibt es Belege: Denn den Schädel des einst auf wundersame Weise Geretteten bargen Ausgräber in der Nähe des Klosters im Erdreich. An der Beschaffenheit der Narbe können Wissenschaftler heute ablesen, dass die Mönche an ihm einst ein Meisterstück operativer Wundversorgung vollbrachten.

Archäologen haben diverse Nachweise dafür entdeckt, dass die Könner unter den mittelalterlichen Chirurgen auch vor komplizierten Operationen am Kopf nicht zurückschreckten. Duellanten auf dem Schlachtfeld hackten sich zuhauf Löcher in die Schädel, die von findigen Operateuren mit Silbermünzen geschlossen wurden. Allmählich wuchs das Geldstück dann in die knöcherne Schädeldecke ein.

Mit Kurbelbohrern frästen sich Wundärzte durch die Schädeldecke

Für heikle Eingriffe standen den frühen Chirurgen bereits eine Reihe brauchbarer Instrumente zur Verfügung. Mit einem Schaber kratzten sie den Verletzten Hautfetzen von der malträtierten Stelle. Auch Trepanationen gab es: Mit simplen Kurbelbohrern frästen sich die Wundärzte durch die Schädeldecke der übel Zugerichteten.

Schädelfrakturen behandelten die fachkundigen Lebensretter mit einem grausigen Gerät, das wie ein Hybrid aus Schraubzwinge und Zange anmutet. Mit solchen "Elevatoren" war es möglich, eingedrückte Schädelpartien wieder anzuheben.

Als besonderer Meister der Trepanation erwies sich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts der Wundarzt Roger Frugardi aus Salerno. Er hatte eine Methode entwickelt, seinen Patienten mit großer Präzision kreisrunde Knochenstücke aus dem Schädel zu sägen. Sein Werk "Practica chirurgiae", um 1180 erschienen, setzte neue Maßstäbe für die Zunft.

Um gebrochene Beine zu fixieren, legte Frugardi den Geschundenen Verbände aus Mehl und Eiweiß an, die anschließend aushärteten - ähnlich einem Gipsverband. Der Arzt wusste auch Rat bei jenen Härtefällen, die damals noch in größerer Zahl anzutreffen waren: Soldaten, in deren Leib ein Pfeil stecken geblieben war. Der findige Frugardi spannte das Ende des Geschosses in eine Armbrust und feuerte den Fremdkörper aus der Wunde des Gepeinigten - eine rabiate, aber wirkungsvolle, weil lebensrettende Methode.

Pionier war der Medicus auch auf dem Gebiet der Darmchirurgie. Eine Verletzung des Organs kam damals einem Todesurteil gleich. Frugardi behalf sich jedoch mit kleinen Röhrchen aus Holunder, die er seinen Patienten an der verletzten Stelle des Verdauungstraktes einnähte. Die Methode war allemal innovativ - allerdings ist nicht verbrieft, ob die Interventionen erfolgreich waren oder ob sich die hölzernen Verdauungshilfen nicht doch eher in den Schlingen des Darms verhedderten und eine tödliche Verstopfung auslösten.

Sicher ist, dass derlei Eingriffe mit erheblichen Schmerzen für den Operierten verbunden waren. Zur Linderung der Qualen hielten die Ärzte den Kranken vor dem Gebrauch der chirurgischen Instrumente sogenannte Schlafschwämme vor Mund und Nase, die in Schierlingsauszüge und Opium getränkt worden waren. Die Möglichkeiten zur rechten Dosierung der narkotischen Salve dürfte den Praktikern des Mittelalters allerdings gefehlt haben.

Um die Leidenszeit der Versehrten möglichst zu verkürzen, spezialisierten sich etliche Chirurgen darauf, den jeweiligen Eingriff mit größtmöglicher Präzision innerhalb weniger Sekunden auszuführen. Zur Verfügung stand dazu etwa das gekrümmte Amputationsmesser, das auch zähes Muskelfleisch mühelos durchtrennen konnte. Mit extrem scharfen Kurzsägen trennten Spezialisten einen Unterschenkel binnen 15 Sekunden ab.

Wenn das Amputationsbesteck zum Einsatz kam, wurden den Patienten Tücher über die Augen gelegt, um ihnen den furchterregenden Anblick des Blutbades am eigenen Leib zu ersparen. Anders als heute saßen die Behandelten des Mittelalters während des chirurgischen Eingriffs auf einem Stuhl.

Ein glühendes Eisen auf die Operationswunde, um die Blutung zu stoppen

Ein Helfer hielt den Oberkörper des sich vor Schmerzen Krümmenden. Ein weiterer Assistent hatte die Aufgabe, hervorquellende Gedärme in die Bauchhöhle zurückzudrängen, während der Chirurg die Operationswunde vernähte. Gelang dies nicht, behalf sich das Operationsteam mit einer krude anmutenden und dennoch weitverbreiteten Methode. Es setzte einen am Unterleib aufgeschlitzten lebenden Hund auf die Operationswunde, in der Hoffnung, die Wärme des Tieres möge die Eingeweide des Menschen zurückgleiten lassen.

Stets drohten Patienten auf dem Behandlungsstuhl zu verbluten. Um etwa nach einer Amputation die Blutung zu stoppen, wendeten die Ärzte ein Verfahren an, dessen Entsetzlichkeit durch den Namen Kauterisierung eher verschleiert wird: Die derben Heiler pressten ein glühendes Eisen auf die Operationswunde. Anschließend wurde der dampfende Stumpf mit der Blase eines Schweins oder Schafs umschlossen - alles natürlich ohne weitere Desinfektion.

Kluge Neuerer der Medizin wie der in Bologna tätige Wundarzt Ugo Borgognoni erkannten in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts etliche Schwächen in der Krankenversorgung, die den Behandelten statt Gesundung häufig den Exitus brachte. Borgognoni etwa wetterte gegen die "schädliche Vielgeschäftigkeit" seiner Zunft bei der Versorgung der Verletzung. Gemeint war die Neigung vieler Doktoren, mit dem Finger in der Wunde des Patienten zu bohren und diese ausgiebig zu erkunden und zu manipulieren.

Mit Pinzetten und Zangen wühlten sich die Ärzte durch Schwären, immer in der Hoffnung, den "guten, lobenswerten Eiter" hervorzurufen; die gelbliche Absonderung galt lange als Anzeichen einer vorbildlichen Wundheilung.

In dieser Frage war der antike Heiler Hippokrates schon viel weiter gewesen - der griechische Gelehrte von der Insel Kos wusste, dass man Eiter am besten schnell loswerden muss. Auch sonst war mittelalterlichen Heilkundlern selten etwas von den Leistungen ihrer Vorgänger bekannt. Sie operierten und behandelten mitunter völlig ins Blaue hinein, weil der Anschluss an vorangegangenes Wissen fehlte.

Mit dem Niedergang des Römischen Reiches waren antike Quellen in großem Umfang verlorengegangen. Das Vakuum des Wissens füllten die Ärzte des Mittelalters häufig mit wundersamen Therapieansätzen. Allzu oft aber kamen Hilfesuchende gar nicht erst in den zweifelhaften Genuss einer Behandlung, denn zumindest im deutschsprachigen Raum war vielerorts keine nennenswerte medizinische Versorgung vorhanden.

Ratsherren rangen mit dem Versprechen auf fürstliche Entlohnung darum, Doktoren in ihre Stadt zu locken. Die vorhandenen Heiler lebten in der komfortablen Situation, ihre Fähigkeiten dem Meistbietenden andienen und Interessenten gegeneinander ausspielen zu können. So sandte 1461 der Rat der Stadt Dortmund einen Boten ins westfälische Soest mit der verzweifelten Nachfrage, wann denn wohl der Wundarzt Meister Mattheus seine zugesagte Stelle anzutreten gedenke. Doch der ließ sich ungerührt weiter bitten.

Wenn ein Patient verstarb, mussten höhere Mächte schuld sein

Von seinen eigenen Fähigkeiten war ein Stadtphysikus in der Regel recht eingenommen. Scheiterte die Therapie dennoch und der Patient verstarb, mussten höhere Mächte schuld sein. "Medicin hilffet wann Gott es will, wan nicht da ist des Todes viel", notierte schicksalsergeben Johann Kattenbusch, der sich zeitweilig in Soest als Stadtarzt verdingte.

Gegen die schlimmsten Anfechtungen für die Gesundheit des Menschen im Mittelalter waren die Ärzte sowieso hilflos. Pest und Pocken, Blattern und Blutfluss tobten von jeglicher medizinischen Intervention ungehindert unter den Leuten und entvölkerten ganze Gebiete.

Irrlichternd beschrieb die Ärzteschar die Pest als Fäulnis der inneren Organe, ausgelöst durch verdorbene Luft oder den Genuss allzu leicht verderblicher Lebensmittel wie Fisch oder Obst. Zur Prävention gegen die Seuche verordneten die Heiler Theriak - ein übelriechendes Gebräu, in welchem neben etlichen Kräutern auch Vipernfleisch verarbeitet wurde. An der Tatsache, dass um 1350 in Europa 25 Millionen Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer fielen, konnte der Trunk wenig ändern.

In etlichen deutschen Städten verfielen die Bewohner der Wahnidee, ihre jüdischen Mitbürger hätten die Brunnen vergiftet und die Seuche auf diese Weise ins Werk gesetzt. Die Folge waren entsetzliche Pogrome gegen die Juden.

Als besonders hartes Himmelsurteil nahm die mittelalterliche Gesellschaft die Lepra wahr. Die zumeist grausam entstellten Betroffenen, so die damalige Vorstellung, seien dazu verdammt, das Urteil des göttlichen Strafgerichts direkt in ihrem Antlitz zu tragen. Die Erklärungen der Mediziner für das erschreckende Leiden waren kaum von mehr Einsicht geprägt. Auslöser der Pein sei zu viel schwarze oder gelbe Galle, hervorgerufen durch den Genuss von Eselsfleisch, Schnecken und Linsen, mutmaßten die vermeintlichen Experten.

1179 bestimmte Papst Alexander III., dass die von Lepra Befallenen nicht mit den Gesunden in den Städten zusammenleben dürften - und zementierte so für Jahrhunderte deren Status als Aussätzige. Entstellt und dem Tode geweiht, mussten sie den Rest ihrer Tage abseits menschlicher Siedlungen fristen - mit einer Klapper in der Hand, die Herannahende vor dem Leprösen warnte. Nur wenige Kranke hatten das Glück, bis zum Ende vergleichsweise gut in einem Leprosium (Siechenhaus) versorgt zu werden.

Für alle Leprakranken gleich war die makabre Abschiedszeremonie, mit der die Maladen aus der Gesellschaft verstoßen wurden: Zunächst mussten sie ihrer eigenen Totenmesse beiwohnen; auf dem Friedhof wurde ihnen dann bedeutet, in ihr Grab hinabzusteigen, wo ihnen in einem symbolischen Akt Erde auf den Kopf gestreut wurde. Dass sie anschließend weitervegetieren durften, kam so gewissermaßen einem himmlischen Versehen gleich - vielleicht war manch einer sogar noch dankbar dafür.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 69 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Die griechischen Ärzte in römischen Diensten waren schon weiter
Stauss2 19.08.2013
Es gibt in Bingen eine beeindruckende Ausstellung eines Fundes aus dem Grab eines Arztes der Römerzeit (ca. 200 n.Chr.). Die Werkzeuge dort sind wesentlich zierlicher und präziser als die hier dargestellten. Der hatte sogar schon ein Skalpell mit auswechselbarer Klinge. Sepsis war ebenfalls bekannt (anders als im deutschen Mittelalter) und zur Betäubung verwendete man Opium. Das Mittelalter bedeutete einen gewaltigen Rückschritt in der Entwicklung der Menschheit. Den Schädelbohrer kannten bereits die Ägypter.
2. optional
guteronkel 19.08.2013
Wieso wird hier das Mittelalter schlecht gemacht? Auch heute noch schaden viele Ärzte ihren Patienten mehr als sie ihnen nutzen und helfen. Ich bitte um Kenntnisnahme und Berücksichtigung.
3. Wo ist der Unterschied?
klarabella1 19.08.2013
"Im Mittelalter schadeten Ärzte häufig ihren Patienten, anstatt sie zu heilen." Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass das heute nicht anders ist. Die Methoden haben sich geändert, mehr nicht. Ich konnte bei keinem der Ärzte, bei denen ich in den vergangenen Jahren in Behandlung war, erkennen, dass er ernsthaft daran interessiert war, mich zu heilen. Im Gegenteil. Meist sorgte nur eigene Recherche im Internet dafür, dass ich die Auslöser meiner gesundheitlichen Probleme fand. Aber wer sägt schon den Ast ab, auf dem er sitzt? Nur kranke Patienten bringen Geld. Ich habe schon lange das Vertrauen in Ärzte verloren.
4. Faszinierend...
scharfrichter1 19.08.2013
Hm... W O genau (außer der Begründung und Fortentwickling der Anästhesie) liegt jetzt der Unterschied zur heutigen Schulmedizin? Die modernen Ärzte stehen doch den Krankheiten ebenso ratlos gegenüber wie damals..... Und hinsichtlich der Feststellung: "Wenn ein Patient verstarb, mussten höhere Mächte schuld sein" sei angemerkt: Da existiert heutzutage tatsächlich ein völlig anderer Ansatz: Das Arzthaftungsrecht. Allerdings führt das wegen der Beweislastverteilung zum gleichen Ergebnis - ein Arzt ist so gut wie nie zu belangen.
5. nichts neues...
Dosengabel 19.08.2013
Zitat von sysopIm Mittelalter schadeten Ärzte häufig ihren Patienten, anstatt sie zu heilen. Schon eine kleine Malaise konnte das Todesurteil bedeuten. Doch einige Könner ihres Fachs verblüfften mit virtuosen Operationskünsten. Mittelalter: Häufig schadeten die Ärzte ihren Patienten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/mittelalter-haeufig-schadeten-die-aerzte-ihren-patienten-a-913943.html)
So praktizieren die Truppenärzte an den Standorten doch heute noch. Sie sind vielleicht nicht so gut ausgebildet wie die Ärzte im Mittelalter aber was solle... Für den kleinen Soldaten reicht es
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Mensch
RSS
alles zum Thema Mittelalter
RSS

© SPIEGEL Geschichte 4/2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 69 Kommentare
  • Zur Startseite
Aus SPIEGEL Geschichte 4/2013