Indien Im milden Licht des Ostens

Einzigartige, bisher unbekannte Farbfotos aus der großen Sammlung des Musée Albert-Kahn in Paris zeigen das koloniale Indien als ein erstaunlich harmonisches Reich vieler Völker und Kulturen.


Farbenpracht, Menschengewimmel, üppige Ornamente, darüber subtropisches Sonnenlicht: Auf den ersten Blick scheinen diese Aufnahmen alle Orient-Klischees zu erfüllen. Märchenhaft, aber oft auch befremdend müssen den Fotografen die Szenen vorgekommen sein, die sie mit den ersten Farbkameras vor 1930 in Indien festgehalten haben.

Entstanden sind die Bilder des früheren britischen Kolonialreichs im Auftrag des Pariser Bankiers Albert Kahn (1860 bis 1940), der es sich 1909 zur Lebensaufgabe machte, ein umfassendes Porträt der damaligen Welt zu schaffen.

Für seine "Archives de la Planète" schickte er immer wieder Fotografen um die Erde, bis der Börsenkrach von 1929 ihn ruinierte. Heute beherbergt das Musée Albert-Kahn die weltweit größte Sammlung früher "Autochrome", 72.000 Dokumente einer untergegangenen Epoche.

Die hier gezeigten Indien-Bilder von Stéphane Passet und Roger Dumas hat das Museum noch nie öffentlich gezeigt - erst 2009 soll das geschehen.



© SPIEGEL special 7/2006
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