Im Dschungel der Gefühle: "Lass heute rääääääääve"

Von Boris Breyer

Ohne Internet und Handy können sich Heranwachsende ihr Leben kaum noch vorstellen. Auf Cyber-Mobbing müssen sie gefasst sein.

Aus dem Schulgebäude hört man dieser Tage Geigenklang und den Gesang geschulter Stimmen. Idyllisch gelegen im feinen Hamburger Stadtteil Harvestehude, versteht sich das Wilhelm-Gymnasium als ein Hort humanistischer Werte.

Es ist kurz vor acht Uhr. Verordneter "Log-out". Handys werden ausgeschaltet, Minicomputer heruntergefahren, Smartphones verschwinden in den Schultaschen. Einerseits, damit die Schüler nicht ständig abgelenkt sind. Andererseits, damit niemand zu unerlaubten Hilfsmitteln greift: Die Abiturienten legen im Fach Musik ihre Prüfungen ab.

Acht Stunden später. Eine Traube Schüler drängt aus der Aula ins Freie. Die Schule ist aus, die Freizeit beginnt. Allgemeiner "Log-in". Kleine Bildschirme flimmern auf. Handys melden sich nach dem Einschalten mit Melodien von Lady Gaga und Rihanna, Nachrichten erreichen brummend ihre Empfänger. Die Planungen für das Wochenende haben begonnen.

18 Uhr: Shinae, 17, elfte Klasse, loggt sich daheim ins Netz ein und verlässt die Welt um sie herum. Sie betritt als Kriegerin "Nightsong" eine Phantasiewelt, dirigiert ihren Avatar mit der Maus durch virtuelle Wälder und Wüsten, über Gebirge, in Höhlen und Städte. Kämpft mit ihren Verbündeten gegen übermächtige Gegner, taktiert, führt Krieg mit Schwert und Zauberstab.

Die Generation der "Digital Natives"

Zur gleichen Zeit tippt Christine, zehnte Klasse, ihr Passwort für das soziale Netzwerk Facebook ein. Schnattern, tratschen, flirten, zicken. "Blödsinn reden", so nennt es Christine, die bald 17 wird. "Ich hab tierisch Druck", lässt die lebensfrohe, quietschige Blondine die Leser ihrer Online-Pinnwand wissen. Leser, das sind in diesem Fall 446 "Freunde" und deren Online-Bekannte. Dazu gehört auch ein Junge namens Malte. Er schlussfolgert aus Christines Nachricht schnoddrig: "Die will unbedingt ficken!" Dabei meinte Christine etwas anderes. Sie will feiern. "Lass heute rääääääääve", schreibt sie. Die Unterhaltung geht ähnlich unkonventionell weiter:

"LASSS HEUTE SAUFEN!!" - "HAHAHAHAHA...spiritus????????!!!!"

"JAAAA!!!!!!!!!!!!!.", schreibt einer. Und Malte gibt nicht auf: "mhhhmm du bist so geil!", legt er nach, "lass mal nächstes Wochenende was machen?!"

Nur wenig später: Kai, 16, elfte Klasse, loggt sich ein. Rote und grüne Linien ziehen sich über seinen Bildschirm, stellen auf schwarzem Hintergrund mathematische Funktionen dar. "Graphcalc", heißt das Mathematikprogramm, das dem Schüler Zirkel und Lineal ersetzt.

Die Generation von Kai, Christine und Shinae hat wie so viele Generationen vor ihr einen Namen verpasst bekommen. Nach den Schlagworten "Null Bock", "X" und "Golf" gibt es nun die Generation der "Digital Natives". Diesen Begriff hat der amerikanische Bildungsberater Marc Prensky geprägt. Die "digitalen Eingeborenen" sind mit dem World Wide Web groß geworden. Wie eine zweite Muttersprache haben sie die Semantik der Browsereingabe gelernt, den Umgang mit zahlreichen Daten und Formaten sowie das Recherchieren im größten Informationspool aller Zeiten.

Die Klassenkameraden nennen Kai "The brain"

Die technischen Fertigkeiten der Jugendlichen sind zwar sehr verschieden. Aber das Netz bestimmt ihr Leben: 98 Prozent der 12- bis 19-Jährigen haben einen Zugang zum Internet, sie nutzen dieses Medium im Durchschnitt 134 Minuten am Tag, der Fernseher hat eine mächtige Konkurrenz bekommen. 85 Prozent von ihnen haben eine Selbstbeschreibung auf einem oder mehreren sozialen Netzwerken erstellt, viele schauen mehrmals täglich vorbei. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest.

Kai tippt auf den Touchscreen seines Computers im Taschenformat. Drückt auf den digitalen Auslöser, schießt ein Bildschirmfoto. Nur Sekunden später laufen seine Hausaufgaben in Analytischer Geometrie - Kurven, Tangenten und Dreiecke - im Postfach seines Mathe-Lehrers auf.

Befragt man den 16-Jährigen über sein Leben im Netz, hält er atemlose Monologe, die ihn zweifelsfrei als "Eingeborenen" der digitalen Welt identifizieren. Wenn Kai zum Thema Cyberspace spricht, klingt das wie ein nutzerfreundliches Navigationssystem für Fremdlinge, die versuchen, sich Eintritt zu den virtuellen Räumen zu verschaffen. Willkommen in unserer Welt - chatten, twittern, bloggen, Streaming leichtgemacht!

"Nicht früh zu wissen, was man will, bringt einen nirgendwo hin", sagt Kai. "The brain" nennen ihn seine Klassenkameraden, auch und gerade wegen solcher Sätze. Als "Nerd" würde man ihn vielleicht im angloamerikanischen Sprachraum bezeichnen. Aber ein blasser Eigenbrötler ist er nicht. Kai liebt Wind und Wellen, er ist Leistungssportler, segelt in seiner Zweimannjolle auf ein Ziel hin - die Olympischen Spiele. Aber was er auch tut, wo immer er sich bewegt: Wie mit einer elektronischen Nabelschnur hängt er an der virtuellen Welt.

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insgesamt 58 Beiträge
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1. ...
Newspeak, 07.06.2010
"Die "Digital Natives" sind anders als frühere Generationen. Und ob man sie nun mit Furcht, Hoffnung oder Bewunderung betrachtet, eines ist sicher: Die Kluft zwischen ihnen und ihren Eltern könnte größer kaum sein." Denselben unhaltbaren Unsinn haben schon die alten Griechen über die Jugend behauptet. Wie langweilig. "Kulturpessimisten sind sich einig: Weil der Nachwuchs in die Virtualität abdriftet, leeren sich die Bibliotheken, sterben die Zeitungen, darbt die Musikindustrie, schließen die Programmkinos." Na und? Offenbar stimmen Nachfrage und Angebot nicht überein. Das ist doch genau die kapitalistische Propaganda, die man von frühester Jugend an eingetrichtert bekommt. Nur sehe ich nicht den Untergang des Abendlandes, nur weil sich ein paar Mediendinosaurier nicht den veränderten Umständen anpassen können oder wollen. "Und dies sei nur der Anfang einer langen Talfahrt: "Wenn wir diesen die Köpfe der nächsten Generation völlig vermüllenden Medienkonsum einfach so weiterlaufen lassen, dann nähen wir die T-Shirts für China in 20 Jahren", prophezeit der Ulmer Gehirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer - ironischerweise in einem Clip auf YouTube über elektronische Medien." Manfred Spitzer hält interessante Vorträge. Trotzdem zählt auch er zu den Experten, die ihr Fach und dessen Bedeutung hoffnungslos überschätzen. Wollen wir doch erst mal abwarten, ob es China in dieser Form in 20 Jahren nocht gibt, oder ob die Chinesen es aus viel traditionelleren Gründen wie sozialer Ungleichheit und Unterdrückung nicht von Innen heraus zerstört haben. Vielleicht liegt das Problem auch darin, daß die Jugendlichen von heute Dinge können, die Herr Spitzer als überflüssig erachtet, während sie Dinge, die er als wichtig erachtet, nicht mehr können. Aber wer weiß, ob Herr Spitzer mit seiner Beurteilung richtig liegt? Ich sehe vor allem auch, daß das Internet und die digitalen Medien eine unglaubliche Eigendynamik entwickeln und es jungen Menschen in nie gekannter Weise erlauben, ihre Persönlichkeit zu formen und kreativ zu sein. Wieso das schlecht sein soll? Ach so, ja, ich vergaß, auf diese Weise bekommt man nicht die angepassten Idioten, die man für ein Funktionieren dieser Gesellschaft braucht. Dann könnte man ja gleich Drogen freigeben. Der hierarchie- und herrschaftszerstörende Effekt wäre der Gleiche. Weshalb Drogen auch verboten sind (von wegen gesundheitliche Gefahren...ha ha).
2. die digitale Generation
blueniversity 07.06.2010
Mich hat erschreckt mit welcher Naivität so polemische Pseudo-Wissenschaftler wie Prensky zitiert werden, die ohne jegliche empirische Grundlage aus der Eltern-Perspektive den Jugendlichen gleich generationseigene Verhaltensweisen und Charakterzüge zuschreiben. Unabhängig davon, ob es sich überhaupt um ein Generationsphänomen handelt oder nicht (s. Schulmeister "Gibt es eine Net Generation?" www.zhw.uni-hamburg.de/.../schulmeister-net-generation_v2.pdf), sollte man auch die JIM Zahlen einmal genauer betrachten. Wissen die von Ihnen porträtierten SchülerInnen überhaupt was ein RSS-Feed ist und lesen sie wirklich regelmäßig Blogs? Viele der von Prensky, Palfrey/Gasser ("Born Digital") oder Tapscott veröffentlichten Werke gehen - ähnlich wie Ihr Artikel - von einigen Einzelbeobachtungen aus, beziehen diese auf eine ganze Generation und schreiben dieser dann auch noch allesübergreifende Merkmale zu. Es ist nicht abzustreiten, dass kaum noch ein Schüler heute mehr ohne ein Profil in einem sozialen Netzwerk auskommt. Doch das gemeinsame Abhängen, Teilen von Interessen und Erlebnissen, sowie auch das gegenseitige "Gruscheln" oder "Mobbing" sind keine neuen Phänomene einer digitalen Jugendkultur; sie bekommen durch die Digitalisierung nur eine andere Dynamik. Gerade deswegen sollte man sie mit ausreichend Neutralität und differenzierter Sorgfalt analysieren...
3. Blödsinn
Hercules Rockefeller, 07.06.2010
Das ist so dämlich, man kann nicht mal drüber lachen. Selbst wenn es das Phänomen gäbe, es beträfe genau eine einzige Elterngeneration-alle anderen sind in die Thematik bzw. das Netz reingewachsen. Insofern völliger Unsinn! Und wenn per Pad schon über 90-jährige ins Netz gehen, dann schließt sich die Lücke so oder so wieder.
4. ---
taiga, 07.06.2010
Zitat von Newspeak"Die "Digital Natives" sind anders als frühere Generationen. Und ob man sie nun mit Furcht, Hoffnung oder Bewunderung betrachtet, eines ist sicher: Die Kluft zwischen ihnen und ihren Eltern könnte größer kaum sein." Denselben unhaltbaren Unsinn haben schon die alten Griechen über die Jugend behauptet. Wie langweilig. "Kulturpessimisten sind sich einig: Weil der Nachwuchs in die Virtualität abdriftet, leeren sich die Bibliotheken, sterben die Zeitungen, darbt die Musikindustrie, schließen die Programmkinos." Na und? Offenbar stimmen Nachfrage und Angebot nicht überein. Das ist doch genau die kapitalistische Propaganda, die man von frühester Jugend an eingetrichtert bekommt. Nur sehe ich nicht den Untergang des Abendlandes, nur weil sich ein paar Mediendinosaurier nicht den veränderten Umständen anpassen können oder wollen. "Und dies sei nur der Anfang einer langen Talfahrt: "Wenn wir diesen die Köpfe der nächsten Generation völlig vermüllenden Medienkonsum einfach so weiterlaufen lassen, dann nähen wir die T-Shirts für China in 20 Jahren", prophezeit der Ulmer Gehirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer - ironischerweise in einem Clip auf YouTube über elektronische Medien." Manfred Spitzer hält interessante Vorträge. Trotzdem zählt auch er zu den Experten, die ihr Fach und dessen Bedeutung hoffnungslos überschätzen. Wollen wir doch erst mal abwarten, ob es China in dieser Form in 20 Jahren nocht gibt, oder ob die Chinesen es aus viel traditionelleren Gründen wie sozialer Ungleichheit und Unterdrückung nicht von Innen heraus zerstört haben. Vielleicht liegt das Problem auch darin, daß die Jugendlichen von heute Dinge können, die Herr Spitzer als überflüssig erachtet, während sie Dinge, die er als wichtig erachtet, nicht mehr können. Aber wer weiß, ob Herr Spitzer mit seiner Beurteilung richtig liegt? Ich sehe vor allem auch, daß das Internet und die digitalen Medien eine unglaubliche Eigendynamik entwickeln und es jungen Menschen in nie gekannter Weise erlauben, ihre Persönlichkeit zu formen und kreativ zu sein. Wieso das schlecht sein soll? Ach so, ja, ich vergaß, auf diese Weise bekommt man nicht die angepassten Idioten, die man für ein Funktionieren dieser Gesellschaft braucht. Dann könnte man ja gleich Drogen freigeben. Der hierarchie- und herrschaftszerstörende Effekt wäre der Gleiche. Weshalb Drogen auch verboten sind (von wegen gesundheitliche Gefahren...ha ha).
Denselben Unsinn konnten die Altvorderen gar nicht behauptet haben. Ich weiß schon, was Sie meinen, Sie geben sich aber nicht die Mühe, es richtig auszudrücken. Reine Spekulation. Wie wir gesehen haben, hat sich China in den letzten 20, 30 Jahren unglaublich flexibel an die Erfordernisse der Weltwirtschaft angepasst, mit den bekannten Folgen und Erfolgen. Da habe ich schon eher Bedenken, was die künftigen Erfolgschancen unserer Jugend angeht, die sich bereits heute mit nur noch der Hälfte an festen Beschäftigungsverhältnissen zufrieden geben muss. Ob das die von Ihnen gepriesene Kreativität fördert, sei mal dahingestellt. Kreativität quasi ex machina qua Internet? Da bin ich aber gespannt. Der Umgang besonders der Jugend mit dem Internet ist doch wohl überwiegend konsumorientiert ausgerichtet, oder? Also erreicht man die höchsten Stufen gesellschaftlichen Daseins durch die konsequente Freigabe aller Drogen. Na, ihr Staatsgebilde möchte ich mal sehen ...
5. Danke
kotoba 07.06.2010
Zitat von Newspeak"Die "Digital Natives" sind anders als frühere Generationen. Und ob man sie nun mit Furcht, Hoffnung oder Bewunderung betrachtet, eines ist sicher: Die Kluft zwischen ihnen und ihren Eltern könnte größer kaum sein." Denselben unhaltbaren Unsinn haben schon die alten Griechen über die Jugend behauptet. Wie langweilig. "Kulturpessimisten sind sich einig: Weil der Nachwuchs in die Virtualität abdriftet, leeren sich die Bibliotheken, sterben die Zeitungen, darbt die Musikindustrie, schließen die Programmkinos." Na und? Offenbar stimmen Nachfrage und Angebot nicht überein. Das ist doch genau die kapitalistische Propaganda, die man von frühester Jugend an eingetrichtert bekommt. Nur sehe ich nicht den Untergang des Abendlandes, nur weil sich ein paar Mediendinosaurier nicht den veränderten Umständen anpassen können oder wollen. "Und dies sei nur der Anfang einer langen Talfahrt: "Wenn wir diesen die Köpfe der nächsten Generation völlig vermüllenden Medienkonsum einfach so weiterlaufen lassen, dann nähen wir die T-Shirts für China in 20 Jahren", prophezeit der Ulmer Gehirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer - ironischerweise in einem Clip auf YouTube über elektronische Medien." Manfred Spitzer hält interessante Vorträge. Trotzdem zählt auch er zu den Experten, die ihr Fach und dessen Bedeutung hoffnungslos überschätzen. Wollen wir doch erst mal abwarten, ob es China in dieser Form in 20 Jahren nocht gibt, oder ob die Chinesen es aus viel traditionelleren Gründen wie sozialer Ungleichheit und Unterdrückung nicht von Innen heraus zerstört haben. Vielleicht liegt das Problem auch darin, daß die Jugendlichen von heute Dinge können, die Herr Spitzer als überflüssig erachtet, während sie Dinge, die er als wichtig erachtet, nicht mehr können. Aber wer weiß, ob Herr Spitzer mit seiner Beurteilung richtig liegt? Ich sehe vor allem auch, daß das Internet und die digitalen Medien eine unglaubliche Eigendynamik entwickeln und es jungen Menschen in nie gekannter Weise erlauben, ihre Persönlichkeit zu formen und kreativ zu sein. Wieso das schlecht sein soll? Ach so, ja, ich vergaß, auf diese Weise bekommt man nicht die angepassten Idioten, die man für ein Funktionieren dieser Gesellschaft braucht. Dann könnte man ja gleich Drogen freigeben. Der hierarchie- und herrschaftszerstörende Effekt wäre der Gleiche. Weshalb Drogen auch verboten sind (von wegen gesundheitliche Gefahren...ha ha).
Völlige Zustimmung. Wieder mal ein Kommentar, der besser ist als der Artikel...
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Facebook
Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach eigenen Angaben hat Facebook 845 Millionen aktive Mitglieder weltweit (Dezember 2011). Mehr zu Facebook auf der Themenseite.
Google+
Google+ ist der Versuch, den sozialen Funktionen von Facebook und Twitter etwas entgegenzusetzen. Das soziale Netzwerk wurde im Juni 2011 gestartet und hat nach Firmenangaben rund 170 Millionen Nutzer (April 2012). Der Funktionsumfang ist rein aus Nutzersicht vergleichbar mit Facebook, Schnittstellen für externe Entwickler sind allerdings eingeschränkt. Google animiert seine Nutzer, das Netzwerk als zentralen Hub für seine Dienste zu nutzen. Mehr zu Google+ auf der Themenseite.
Twitter
Der auf kurze Textnachrichten spezilalisierte Dienst Twitter wurde im Juli 2006 gegründet. Populär wurde der Dienst als Verteilnetzwerk für Links, Fotos und Videos. Twitter zählt nach eigenen Angaben mehr als 140 Millionen Nutzer (März 2012). Mehr zu Twitter auf der Themenseite.
Xing
Xing (früher OpenBC) wurde 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Nach eigenen Angaben hat Xing über 11,7 Millionen Mitglieder (Stand: Dezember 2011), etwa acht Prozent haben einen kostenpflichtigen Premium Account. Bei Xing geht es vor allem um berufliche Kontaktaufnahme. Mehr zu Xing auf der Themenseite...
StudiVZ
Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
Lokalisten
Im Mai 2005 gegründet, hat das Netzwerk Lokalisten nach eigenen Angaben (Stand Juli 2010) inzwischen 3,6 Millionen Nutzer. Mehr zu Lokalisten bei Wikipedia...
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Das 1996 in Regensburg gegründete Unternehmen Spin betreibt ein eigenes soziales Netzwerk, aber auch integrierte Unter-Communitys mit regionalem Fokus, die mit Partnern vor Ort (Lokalradios vor allem) betrieben werden. Nach eigenen Angaben (Stand Februar 2011) hat Spin.de eine Million aktive Mitglieder. Mehr zu Spin.de bei Wikipedia...
Wer kennt wen
Wer-kennt-wen wurde von den beiden Studenten Fabian Jager und Patrick Ohler gegründet. Seit Februar 2009 gehört das Netzwerk vollständig RTL Interactiv, die Gründer schieden Ende August 2010 aus. Das Netzwerk hat laut Betreiber über 9,5 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2012). Mehr zu Wer-kennt-wen bei Wikipedia...
MySpace
MySpace war 2006 das populärste soziale Netzwerk in den USA. Ein Jahr zuvor war es von Rupert Murdochs News Corporation gekauft worden. Bekannt wurde es durch die Möglichkeit, Musik einzubinden. Künstler und Bands nutzten die Plattform als Marketingplattform. Zeitweise hatte MySpace mehr als 220 Millionen Nutzer, nach Berechnungen von Google rund 30 Millionen Nutzer (Dezember 2011). Mehr zu MySpace auf der Themenseite...


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