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Psyche und Körper: Helen und ihre Schwestern

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Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer an einer Depression. Das hat soziale, aber auch biologische Gründe.

Grundlos traurig: Helen trifft die Depression aus heiterem Himmel. Die Titelfigur des gleichnamigen Films ist beliebt, schön, reich Zur Großansicht
Warner Bros.

Grundlos traurig: Helen trifft die Depression aus heiterem Himmel. Die Titelfigur des gleichnamigen Films ist beliebt, schön, reich

Helen besitzt alles, wovon andere träumen: Schönheit, Erfolg, einen liebevollen Mann und eine aufgeweckte Tochter. Sie arbeitet als Musikprofessorin und hat viele Freunde. In ihrem Designerhaus veranstaltet sie Partys und Konzerte. Das Leben könnte nicht besser sein.

Doch eines morgens wacht Helen auf und fühlt sich wie erschlagen. Sie legt sich auf den Boden, knallt ihren Kopf gegen die Wand, hält sich ein Messer an die Brust und weint.

Helen ist die Hauptfigur in einem gleichnamigen Film, den die Regisseurin Sandra Nettelbeck einer Verstorbenen gewidmet hat - einer Freundin, die sich nach langem seelischen Leid das Leben nahm. Nettelbecks Helen ist fiktiv, doch ihre Geschichte ist realistisch. Die Krankheit, unter der Helen leidet, kann auch die schönsten, klügsten und beliebtesten Menschen treffen. Depression schlägt mit derselben Unberechenbarkeit zu wie Krebs.

Allerdings trifft die Krankheit öfter Frauen - in Deutschland ungefähr doppelt so oft wie Männer. Wer genaue Zahlen wissen will, begibt sich auf eine schwierige Spurensuche, denn je nach Methode variieren die Ergebnisse.

Die meisten Suizide sind Ergebnis psychischer Störungen

Rund 25 Prozent aller Frauen und 12 Prozent der Männer erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Depression - laut Bundesgesundheitssurvey, einer repräsentativen Befragung von rund 4000 Personen im Alter von 15 bis 65 Jahren, die auch leichtere Formen der Krankheit miteinschließt. Andere Studien kommen auf geringere Werte. An dem Ergebnis, dass Frauen häufiger erkranken, ändert sich jedoch nichts.

Bei den diagnostizierten Fällen kommen Frauen sogar auf dreimal mehr Depressionen als Männer. Früher dachte man, das sei ein direkter Hinweis auf die Anzahl der Erkrankungen. Heute weiß man, dass diese Statistik nicht die Wirklichkeit abbildet. "Männer gehen erst dann zum Arzt, wenn es gar nicht mehr anders geht", sagt Mathias Berger, der am Freiburger Universitätsklinikum die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie leitet. Bei Frauen sei es akzeptiert, dass sie Schwäche zeigen und sich helfen ließen. "Männer fühlen sich als Versager und machen das Ganze lieber mit sich selbst aus."

Depressionen
Krankheit und Verbreitung
Depressionen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Nach epidemiologischen Studien erkranken etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung im Laufe des Lebens an einer Depression. Gemeint sind damit nicht leichte Verstimmungen, sondern psychische Probleme, die behandelt werden müssen.

Geschieht dies nicht, können die Folgen dramatisch sein: Depressionen zählen in Deutschland zu den häufigsten Gründen für Berufsunfähigkeit und werden für die Mehrzahl der rund zehntausend jährlichen Suizide verantwortlich gemacht.
Ursachen und Formen
Die Ursachen der Depressionen sind vielfältig und bleiben bei vielen Patienten unbekannt. Auslöser kann ein Schicksalsschlag sein. Es gibt aber auch Depressionen, die von einem ungelösten, frühkindlichen Konflikt herrühren, der bis ins Erwachsenenalter hineingetragen wird. Auch Medikamente können mitunter eine Depression auslösen: Sie wird als Nebenwirkung bei zahlreichen Arzneien genannt.

Eine endogene Depression entsteht, wenn Stoffwechselvorgänge im Gehirn gestört sind. Sie tritt oft plötzlich und scheinbar ohne Ursache auf; Mediziner vermuten auch eine erbliche Komponente. Eine neurotische oder Erschöpfungsdepression kann durch langfristige Belastungen entstehen, eine reaktive Depression wird oft durch ein aktuelles Ereignis wie etwa einen Trauerfall verursacht.

Seltener ist die bipolare Störung, die früher auch manisch-depressive Erkrankung genannt wurde. Hier wechseln sich extrem gehobene Stimmung und tiefe Niedergeschlagenheit ab. Die Betroffenen erleben mehr und kürzere depressive Phasen, die immer häufiger auftreten, je länger die Störung anhält. Zusätzlich gibt es noch mehrere Unterformen der Depression.
Symptome
Der Depressive erlebt eine anhaltend gedrückte und traurige Stimmung, wobei die Symptome am Morgen oft schlimmer sind als abends. Ein wichtiges Symptom sind Schlafstörungen. Die Patienten ziehen sich zurück und verlieren das Interesse an gesellschaftlichen Kontakten und an vielen anderen Dingen des Lebens. Oft kommen Angst und unbegründete Schuldgefühle hinzu sowie das Gefühl völliger Wertlosigkeit.
Therapie
Depressionen gelten allgemein als gut behandelbar. Oft hilft eine Kombination aus modernen Psychopharmaka und Psychotherapie. In manchen Fällen ist auch gezielter Schlafentzug oder eine Lichttherapie sinnvoll. Nach Abklingen der Symptome muss die Behandlung meist lange Monate fortgesetzt werden, da ein hohes Rückfallrisiko besteht.
Was können Betroffene tun?
Um aus einer Depression herauszufinden, ist das Wichtigste, sich Hilfe bei einem Arzt, Psychotherapeuten oder einer anderen Anlaufstelle zu suchen.

Vielen Patienten hilft es, ihren Tagesablauf zu strukturieren, sagt Angelika Schlarb vom Psychologischen Institut der Universität Tübingen. "Es ist wichtig, morgens überhaupt aufzustehen und sich körperlich beziehungsweise sportlich zu engagieren. 30 Minuten schneller Spaziergang helfen dabei so gut wie ein Antidepressivum."

Zudem sollte man sich Aufgaben suchen, die zu bewältigen sind und Negatives umgehen. Angehörige sollten negative Äußerungen des Depressiven ignorieren und versuchen, auf mögliche positive Tagesereignisse zu sprechen zu kommen.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet auf ihrer Internetseite weitere Informationen zur Krankheit. Um herauszufinden, ob man selbst depressiv ist, kann als erster Schritt der Selbsttest der Stiftung helfen.

Mit Material von dpa
Das schlägt sich in der Selbstmordrate nieder, denn die meisten Suizide sind Ergebnis psychischer Störungen. Die jüngste deutsche Statistik führt 9451 Selbsttötungen im Jahr auf. 7039-mal waren es Männer, die sich umgebracht hatten.

Häufig zeigen die erkrankten Männer andere Symptome als Frauen: Sie werden aggressiv oder hyperaktiv, machen sehr viel Sport, ohne sich dabei zu entspannen. Häufiger als Frauen greifen sie zu Alkohol oder illegalen Drogen. "Diagnostiziert wird dann eine Suchtkrankheit", so Berger, "obwohl eigentlich eine Depression dahintersteckt."

Eine einfache Erklärung, warum die weibliche Seele sich so viel häufiger verdüstert als die männliche, gibt es nicht. Das Erbgut spielt hier keine Rolle. "Genetisch sind Frauen nicht schlechter gegen Depressionen gerüstet als Männer", sagt Berger.

Doch woran liegt es dann? Nach dem Vulnerabilitäts-Stress-Modell sind für das Entstehen einer Depression einerseits aktuelle Belastungen entscheidend ("Stress"), andererseits die Verwundbarkeit aufgrund von Anlage und Erfahrungen ("Vulnerabilität").

"Schlimmer als die reine Arbeitsbelastung ist Nichtanerkennung"

Wenn jemand empfindlich auf Stress reagiert, kann das also daran liegen, dass er als Kind viel durchgemacht hat. In diesem Punkt zeigt sich ein klarer Unterschied zwischen den Geschlechtern. "Es gibt viele Hinweise darauf, dass Mädchen eine höhere Wahrscheinlichkeit traumatischer Kindheitserlebnisse haben als Jungen", heißt es im Bundesgesundheitssurvey. Die Depressionsexpertin Isabella Heuser, Direktorin an der Berliner Charité, präzisiert: "Was den sexuellen Missbrauch angeht, können wir sicher sein, dass Mädchen häufiger Opfer werden."

Die Vulnerabilität, die zum Beispiel von einem Missbrauch herrühren kann, ist der eine große Faktor. Daneben, sagt Heuser, "spielt eben auch der Stress eine entscheidende Rolle, und Frauen sind nun mal mehr Stress ausgesetzt".

Gerade in der weiblichen Fruchtbarkeitsphase, im Alter zwischen 15 und 50 Jahren, erkranken Frauen wesentlich häufiger als Männer an Depressionen. In diesen Jahrzehnten liegt die Lebensspanne, in der sie stark gefordert sind: Es ist ihr Zeitfenster fürs Kinderkriegen, es ist aber auch die Zeit, in der ein Beruf ergriffen und die Karriere aufgebaut werden muss. Das Ergebnis ist oft eine Dreifachbelastung durch Beruf, Familie und Haushalt.

"In meine Praxis kommen immer mehr junge Frauen", sagt die Ärztin Dagmar Ruhwandl, Spezialistin für Burnout-Prävention in München, "sie sind gut ausgebildet und wollen Karriere machen." Junge Frauen könnten sich dabei weniger gut vom Job-Alltag distanzieren als gleichaltrige Männer. Sie würden für ihren Beruf "brennen", hätten sehr hohe Ansprüche an sich selbst und setzten sich stark unter Druck. Ihre Leistungen schätzten sie oft schlechter ein als Männer.

"Diese Leistungsbereitschaft haben sie von ihren Eltern gelernt", sagt die Burnout-Expertin, "oder es gibt eine tiefe, frühkindliche Verletzung, die sie derart antreibt, dass sie ihre eigenen Grenzen überschreiten." Besonders fatal sei diese Bereitschaft zur Aufopferung, wenn sie mit einer geringen Wertschätzung durch Vorgesetzte und Kollegen einhergehe. "Schlimmer als die reine Arbeitsbelastung ist Nichtanerkennung", so Ruhwandl. "Sie macht krank."

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insgesamt 193 Beiträge
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1. hier sollte ein titel stehen
nadie 21.03.2011
an dieser stelle wäre mal interessant zu erfahren, wenn die armen frauen so häufig an depressionen erkanken, warum sind dann die männer spitzenreiter bei den selbstmorden?
2. Ein starkes Stück
Eviathan 21.03.2011
Männer bringen sich dreimal (!) so häufig um wie Frauen und es wird so getan, als erkrankten Frauen häufiger an Depressionen als Männer. Andersrum wäre das ein Skandal, eine wahre Publizitäts-Katastrophe. Das Thema "Depressionen bei Männern" gehört einmal gehörig thematisiert, dann bringen sich vielleicht weniger depressive Männer um. Kein Wunder, dass Männer sich scheuen, mit ihren Problemen zum Arzt zu gehen - wer will schon nicht ernst genommen werden? Und genau das passiert eben, wenn männliche Probleme nie theamtisiert werden oder man sich bestenfalls darüber lustig macht.
3. Ich denke
hilfloser, 21.03.2011
viele "Depressive" gefallen sich in der Opferrolle des Kranken. Man kann sich bequem zurücklehnen und sich ein Leben lang therapieren lassen. Jedes Wehwehchen wird ganz groß analysiert und ausdiskutiert. Man rennt von einem Psychater zum anderen und beklagt Gott und die Welt. Mit einem genauen Tagesablaufplan den man diszipliniert und gerade durchhällt wird man kaum depressiv. Und wenn man zu schwer, zu lange und zu hart arbeitet muß man das eben ändern. Zwingt einen doch keiner sich solch einer Folter auszusetzen. Das es immer mehr Menschen gibt die Depressiv werden fußt meiner Meinung nach nicht auf einer realen Grundlage. Es ist heutzutage einfach chick psychisch angeschlagen zu sein. Eine Hausfrau wird depressiv, wenn ich sowas schon höre. Seit Jahrtausenden gibt es diese sogenannte "Hausfrau". Und nun werden diese Frauen auf einmal depressiv und das noch meist ohne Kleinkindergruppe am Bein, sondern mit max. einem Sproß. Ne ne, verweichlicht ist die Heutige Generation, die Ansprüche nach "Selbstverwirklichung" sind zu hoch, man setzt sich selber unter Streß. Als Kind habe ich KEINE Depressive Mutter gesehen. Ganz im Gegenteil. Die haben sich zum Kaffee getroffen, sind gemeinsam einkaufen gefahren, haben den Kindern beim spielen zugeschaut, über die Männer abgelästert und waren rundum zufrieden. Eine richtige Mütterclique war das. Diese Freundschaften halten bis Heute. Ich brauch meine Mutter gar nicht zu fragen was sie von depressiven Müttern hällt, da würde sie nur ungläubig den Kopf schütteln.
4. auch...
tobmal, 21.03.2011
Zitat von sysopFrauen erkranken doppelt so häufig wie Männer an einer Depression. Das hat soziale, aber auch biologische Gründe. http://www.spiegel.de/spiegelwissen/0,1518,747305,00.html
...gilt das nich auch für Männer!!
5. gesellschaftlich geförderte Egozentrik
gmdl 21.03.2011
Zitat von sysopFrauen erkranken doppelt so häufig wie Männer an einer Depression. Das hat soziale, aber auch biologische Gründe. http://www.spiegel.de/spiegelwissen/0,1518,747305,00.html
Bei Frauen ist es auch gesellschaftlich anerkannter in sich hinzuhören und ausgiebig (mit anderen Frauen) über die eigene Befindlichkeit zu reden. Diese gesellschaftlich geförderte Egozentrik kann ja nicht gesund sein.
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Volkskrankheit Burnout: Wie Erschöpfung die Volkswirtschaft schwächt

Zahlen und Fakten
Die neue Zivilisationskrankheit
Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörung, Depression, Belastungsstörung, Burnout. Die Volksleiden der modernen Gesellschaft haben viele Namen. Die WHO hat beruflichen Stress zu "einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts" erklärt. Bis 2030 könnte die Depression die wichtigste Ursache von Krankheitsbelastungen sein - in reichen Ländern ist sie es bereits.
Erschöpfung - ein Massenphänomen
Eine repräsentative Studie von Techniker-Krankenkasse (TK), FAZ-Institut und Forsa macht deutlich, welche Ausmaße das Problem inzwischen in Deutschland angenommen hat: Acht von zehn Deutschen empfinden demnach ihr Leben als stressig. Jeder Dritte steht unter Dauerstrom, jeder Fünfte bekommt die Folgen gesundheitlich zu spüren - von Schlafstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Stress bestimmt den Alltag in Deutschland immer stärker.

Alarmierend ist der TK zufolge die hohe Zahl von Burnout-Patienten. 2008 sind demnach "ausgebrannte" Berufstätige fast zehn Millionen Tage krankgeschrieben worden. Damit fehlten rund 40.000 Menschen das ganze Jahr über am Arbeitsplatz. Dies entspricht einer Zunahme von 17 Prozent verglichen mit 2003.
Job ist Stressfaktor Nummer eins
Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Das haben die 1014 befragten Personen zwischen 14 und 65 Jahren zu Protokoll gaben. Jeder Dritte arbeitet am Limit, getrieben von Hektik, Termindruck und einem zu hohen Arbeitspensum. Ein Drittel der Beschäftigten leidet darunter, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen und von Informationen überflutet zu werden.

Berufstätige Eltern geraten der Studie zufolge besonders häufig an ihre Belastungsgrenze. Ihre größte Sorge sei, dass die Familie zu kurz kommt. Doch auch 90 Prozent der Schüler klagen über Stress. Jeder Dritte steht nach eigener Aussage permanent unter Leistungs- und Prüfungsdruck.
Kosten für das Gesundheitssystem
Auch für das Gesundheitssystem ist die Dauerbelastung der Menschen ein ernstzunehmender Kostenfaktor. Mit knapp 27 Milliarden Euro im Jahr stehen die Ausgaben für die Behandlung stressbedingter psychischer Erkrankungen an dritter Stelle der Kostentabelle. Hinzu kommen massive Aufwendungen für Herz-Kreislauf-Krankheiten, unter denen Dauergestresste mehr als doppelt so häufig leiden wie ihre weniger unter Druck stehenden Zeitgenossen.
Wie sich Burnout vermeiden lässt
So können Unternehmen vorbeugen
Berufseinsteiger und neue Mitarbeiter sorgfältig einarbeiten, damit nicht das Gefühl von Überforderung aufkommt.

Falsche Arbeitsbelastung vermeiden, indem Beschäftigte in die Arbeitsplanung miteinbezogen werden. Sie sollen weder überfordert noch unterfordert sein.

Zu viele Überstunden vermeiden. Nach zehn Stunden Arbeit ist ein Mensch kaum noch produktiv.

Führungskräfte sorgfältig auf ihre Aufgaben vorbereiten. Sie sollen Ziele bestimmen, diese klar formulieren und auf die Einhaltung im Team achten. Zugleich soll aber nicht das Gefühl extremer Kontrolle entstehen.

Mitarbeitern für gute Arbeit Lob und Anerkennung zollen und dies auch kommunizieren. Auch Kritik ist wichtig. Das Feedback sollte jedoch konstruktiv formuliert werden.

(Quelle: TÜV Süd)

So können Sie persönlich vorbeugen
Den eigenen Perfektionismus kritisch überdenken und sich Leistungsgrenzen ehrlich eingestehen.

Unrealistischen Erwartungen von Vorgesetzten ein Nein entgegensetzen.

Überlegen, welche Aufgaben delegiert werden können.

Auf geregelte Essenszeiten und Pausen achten, um wieder Energie zu sammeln.

Freizeitpläne und Unternehmungen mit Familie und Freunden nicht ständig verschieben. Sie sollten als Ausgleich zur Arbeit fest eingeplant werden. Allerdings sollte auch nicht Freizeitstress daraus werden.

(Quelle: TÜV Süd)



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