Spirituelle Sehnsucht: Ausflug in den Himmel

Von Till Hein

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Andrew Rae/ SPIEGEL WISSEN

Nahtoderlebnis: Reale Erfahrungen an der Schwelle zum Jenseits?

Menschen, die im letzten Moment vor dem Tod gerettet wurden, berichten oft von einem Tunnel, von Licht und Erlösung. Viele ändern ihr Leben.

Ein verregneter Ostersonntag in der Gegend von Wolfsburg. Wie eine graue Decke lastet der Himmel auf der Landschaft. Pamela Krischer-Teichmann ist damals 17 Jahre alt und langweilt sich. Einer aus ihrer Clique lädt sie zu einer Spritztour ein. In einer Kurve kommt sein VW Käfer von der Fahrbahn ab - und rast gegen eine Eiche. Pamela wird durch die Frontscheibe geschleudert. Sie verliert das Bewusstsein. "Was danach geschah, hat mich zu einem neuen Menschen gemacht", sagt sie.

Als Erstes nimmt sie damals warmes helles Licht wahr. Dann hört sie sphärische Klänge. Selbst mit Pink Floyd, einer ihrer Lieblingsbands, lässt sich diese Musik nicht vergleichen. "Mit nichts, das ich je gehört hatte", sagt sie. Und alles geschieht in Schwerelosigkeit. "Ich blickte an mir herab - da war kein Körper mehr." Glücksgefühle. Tiefer innerer Frieden.

Obwohl ihre Nahtoderfahrung bereits mehr als 30 Jahre zurückliegt, kann sich Pamela Krischer-Teichmann bis heute an jedes Detail erinnern. "Es war das Schönste, das mir je widerfahren ist", erzählt die hochgewachsene, ernste Frau in einem Café am Stadtrand von Wolfsburg. Auch, weil ihr der Sohn Gottes begegnet sei.

"Jesus Christus, den mir der Pfarrer im öden Konfirmationsunterricht so erfolglos hatte nahebringen wollen", sagt sie und lächelt. "Ich hoffe, Sie halten mich jetzt nicht für verrückt." Christus führte sie zu Energiefeldern, die sich anfühlten wie Wattebäusche, erzählt die Arzthelferin. "Und ich erkannte, dass ich nun Teil des ewigen Lichts war." Kurz darauf aber fiel ihr ein Tunnel aus dunkler Energie auf. "Hab keine Angst!", gab ihr eine beruhigende Stimme noch mit auf den Weg. Dann wurde sie angesogen - und raste durch den Tunnel zurück in die irdische Wirklichkeit.

Bevor Pamela Krischer-Teichmann nach dem Unfall die Augen aufschlägt, war sie mehr als eine Stunde lang bewusstlos. Schwerverletzt liegt sie im nassen Gras neben der Fahrbahn. Ihr oberster Halswirbel ist gebrochen. Schnittwunden, Prellungen, Quetschungen, Bänderrisse. Am ganzen Körper hat sie fürchterliche Schmerzen und schwebt noch immer in Lebensgefahr. "Es war der wichtigste Tag in meinem Leben", sagt sie dennoch. "Und die Stimme aus dem Himmel gibt mir bis heute immer wieder Kraft."

Viele Menschen reagieren befremdet, wenn Pamela Krischer-Teichmann von diesem Erlebnis aus dem Frühling 1978 erzählt. Dabei ist eine Nahtoderfahrung, kurz NTE genannt, gar nicht so selten. In einer repräsentativen Umfrage gaben mehr als vier Prozent aller Deutschen an, so etwas durchgemacht zu haben. Die meisten ändern danach ihr Leben. Manche suchen sich einen anderen Beruf. Andere werden religiös. Dass Nahtoderlebnisse ganze Biografien prägen, ist unbestritten. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um reale Erfahrungen an der Schwelle zum Jenseits? Deutet eine NTE womöglich auf ein Weiterleben der Seele hin?

Elisabeth Kübler-Ross, die Pionierin der Sterbeforschung, war davon überzeugt. "Ich weiß, dass es ein Leben nach dem Tod gibt!", betonte die aus Zürich stammende Ärztin etwa im Herbst 1990 bei einem Vortrag vor 1300 Menschen in der Berliner Marienkirche. Auch der US-amerikanische Psychiater Raymond Moody, der den Begriff "Near-Death-Experience" (Nahtoderfahrung) prägte, behauptet, dass der Tod nur der Übergang in ein neues Leben sei. Moodys Buch "Life after Life" aus dem Jahr 1975 wurde bis heute 13 Millionen Mal verkauft.

Manche Forscher erklären die NTE schlicht als Halluzination

Manche andere Forscher erklären die NTE hingegen schlicht als Halluzination, die durch einen Sauerstoffmangel im Gehirn ausgelöst wird, bei dem Botenstoffe ausgeschüttet werden, die Glücksgefühle erzeugen. Auch für die Vision des "Tunnels" zwischen Diesseits und Jenseits, der häufig eine Rolle spielt, sei eine Blutunterversorgung im Sehzentrum des Gehirns verantwortlich.

Mit diesen Erkenntnissen allein lässt sich allerdings nicht beantworten, weshalb eine NTE die Persönlichkeit vieler Menschen von Grund auf verändert. Die Diplomingenieurin Christine Brekenfeld etwa erzählt ähnlich beglückt über ihre Nahtoderfahrung wie Krischer-Teichmann. Obwohl sie dabei ihr ungeborenes Kind verloren hat. Brekenfeld ist eine quirlige Berlinerin Ende 40 mit neugierigen Augen und blitzenden Ohrringen. "Wenn ich Wissenschaftler, die selbst keine solche Erfahrung gemacht haben, darüber sprechen höre", sagt sie, "dann kommt mir das oft so vor, als würden Blinde über Farben dozieren." Selbst hat sie sich vor ihrer NTE nie mit diesem Thema beschäftigt. "Ich war ein sehr rationaler Mensch. Mit solchen Dingen hatte ich nie etwas am Hut."

Bis vor knapp neun Jahren, im Juli 2004. Christine Brekenfeld ist hochschwanger. Kurz vor dem Geburtstermin löst sich ihre Plazenta. Sie erleidet starke Blutungen und wählt den Notruf. "Dann war da plötzlich die Gewissheit: Jetzt musst du sterben", erzählt sie. Gedanken schießen ihr durch den Kopf: "Warum ich? Warum kann es nicht jemand anderen treffen?" Sie zittert am ganzen Körper, hat Schweißausbrüche. Als der Rettungswagen endlich eintrifft, erlebt sie die Panik der Sanitäter mit. Sie blutet und blutet. "Schließlich hörte ich auf, gegen den Tod anzukämpfen", erzählt sie. "Und ein Gefühl tiefen Friedens breitete sich in mir aus." Ihr Bewusstsein überschreitet die Grenzen des Körpers. Sie kann auf ihren Leib hinunterblicken und beobachtet, wie das Blut weiterfließt. Sie nimmt das Chaos im Zimmer wahr, die durchtränkten Handtücher, mit denen die Sanitäter verzweifelt gegen die Hämorrhagie ankämpfen. Ihre Angst aber ist erloschen, und sie empfindet keine Schmerzen mehr.

Schließlich erfasst sie ein Sog, und sie wird durch einen dunklen Strudel gezogen. Dahinter wartet Licht. "Es fühlte sich an, als würde ich in unendlicher Glückseligkeit in dieses goldgelbe Licht hineinschmelzen." Parallel dazu nimmt Brekenfeld wahr, wie die Ärzte im Spital um ihr Leben kämpfen. Sie hört eine Krankenschwester rufen: "Ich hab vom Kind keine Herztöne mehr!" Dennoch empfindet sie weiterhin Glücksgefühle und die tiefe Überzeugung: "Alles ist gut."

Ob die Parallelen zwischen verschiedenen Nahtoderfahrungen Zufall sind? In den Büchern von Elisabeth Kübler-Ross und Raymond Moody wird das bezweifelt. Sie gehen von einem Standardmodell aus: In der Anfangsphase einer NTE verlässt die Seele den Körper. In der zweiten Phase begegnet sie Engeln oder Verstorbenen. Zu Beginn der dritten Phase geht es durch einen Tunnel, einen Fluss oder ein Tor; dann erscheint ein Licht, das Liebe und Göttlichkeit symbolisiert.

Pamela Krischer-Teichmann und Christine Brekenfeld berichten von vielen dieser Motive. Im Detail aber weicht das, was sie erlebt haben, vom Standardmodell ab: Krischer-Teichmann war bereits zu Beginn der NTE im Jenseits und musste nicht erst durch die Dunkelheit anreisen. Bei Brekenfeld wiederum fehlten Begegnungen mit Engeln oder Verstorbenen.

"Die Sache mit der Standarderfahrung ist ein Mythos"

Solche Besonderheiten haben Hubert Knoblauch, Soziologieprofessor an der Technischen Universität Berlin, zu einer großen Studie motiviert. Er und sein Team befragten mehr als 2000 repräsentativ ausgewählte Deutsche zu Themen rund um den Tod; es waren Musiker, Wissenschaftler, Hilfsarbeiter, Rentner, Teenager, Arbeitslose, Bauern. Das vielleicht wichtigste Resultat: "Wir konnten klar zeigen, dass die Sache mit der Standarderfahrung ein Mythos ist", sagt Knoblauch.

Was ihn und seine Kollegen darüber hinaus verblüffte: 4,3 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal eine NTE erlebt zu haben - hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands von gut 80 Millionen wären das mehr als drei Millionen Menschen. Ziemlich genau gleich viele Männer wie Frauen outeten sich als Nahtoderfahrene. Die alten und die neuen Bundesländer lagen ebenfalls gleichauf, Stadt und Land, Arm und Reich, Protestanten und Katholiken: An der vermeintlichen Schwelle zum Tod sind offensichtlich alle gleich.

Woran sich die Überlebenden erinnern, ist hingegen sehr individuell. Manche schilderten etwa einen Ausflug in eine Frühlingslandschaft. Andere berichten von einer Horror-Nahtoderfahrung, verirrten sich in einem Labyrinth oder wurden von Bestien verfolgt. Auch die von Kübler-Ross und Moody verbreitete These, dass eine NTE die Angst vor dem Tod nehme, ließ sich nicht bestätigen. 40 Prozent der Betroffenen gaben an, sich seither noch stärker vor dem Sterben zu fürchten.

Knoblauch sammelte auch Berichte aus anderen Kulturkreisen: Bei Indern beispielsweise spielt die Bürokratie eine große Rolle. Oft werden sie aufgrund einer "Verwechslung" von einem Beamten wieder aus dem Jenseits zurückgeschickt. Und eine Inderin - aus dem Land der heiligen Kühe - gab zu Protokoll, dass sie auf einem Rind ins Jenseits geritten sei. Tunnel hingegen sind in den Berichten aus Indien selten.

Auch was die Interpretation der Erfahrungen angeht, gibt es offensichtlich starke kulturelle Unterschiede: Laut einer Studie betrachten in den USA 58 Prozent der Befragten die NTE als Beweis für ein Leben nach dem Tod, in China dagegen gerade mal neun Prozent. Mehr als die Hälfte der Chinesen wiederum stuften Nahtoderfahrungen als Halluzinationen ein - und fünf Prozent waren der Auffassung, dass sie auf den Beginn einer Geisteskrankheit schließen lassen.

Hubert Knoblauch selbst hält diese Grenzerfahrungen für wertvoll: "Schon weil durch solche Erlebnisse das Tabuthema 'Tod' aufgebrochen wird", sagt er. "Vielen Menschen bieten sie einen Anlass, sich auch außerhalb der Kirche mit Spiritualität auseinanderzusetzen."

Die Phantasie hat hier ein großes Spielfeld. Den Physiker Markolf Niemz aus Heidelberg etwa, dessen Forschungsarbeiten zur Lasermedizin preisgekrönt sind, inspirierte das Phänomen zu einer schrillen Theorie. Nach seiner Auffassung besteht das Jenseits aus einem "Lichtspeicher". Das Ich sterbe mit dem Körper, glaubt er. "Die Liebe und das Wissen jedes Menschen aber gehen als Seele in dieses Jenseits ein."

Der Tunnel als eine Art Highway to Heaven

Auch dem Tunnel-Effekt glaubt sich Markolf Niemz auf der Spur. "Die Seele wird beim Sterben bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt", sagt er. Der Tunnel, von dem viele nach einer NTE berichten, führe also "schnurstracks in die Ewigkeit" - als eine Art Highway to Heaven. Und die steigende Geschwindigkeit der Seele bewirke den aus der Physik bekannten "searchlight effect" ("Scheinwerfereffekt"): Aus der Perspektive eines beschleunigten Objekts kommt das gesamte Umgebungslicht - gebündelt wie bei einem Scheinwerfer - direkt von vorn: "Und auf diese Weise entsteht der Eindruck eines Fluges durch einen Tunnel, an dessen Ende Licht zu sehen ist."

Der Neurowissenschaftler Gerhard Roth, ehemaliger Direktor des Instituts für Hirnforschung der Universität Bremen, hält eine andere Erklärung der Tunnel-Wahrnehmung für naheliegender: eine Unterversorgung der Netzhaut mit Sauerstoff. Die seitlich gelegenen Bereiche der Retina würden durch Sauerstoffmangel nämlich stärker in Mitleidenschaft gezogen als diejenigen im Zentrum, die noch Helligkeit wahrnehmen könnten.

Im Gegensatz zu Niemz hat Roth selbst eine Nahtoderfahrung gemacht: Bei einem Autounfall zog er sich im November 1971 als junger Mann einen mehrfachen Beckenbruch zu und verlor das Bewusstsein. Prompt berichtete er hinterher von einem Flug durch einen Tunnel, an dessen Ende Licht schien. Und dass er, dort angekommen, starke Glücksgefühle empfunden habe: "Es war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis."

Seine Deutung fällt dennoch profan aus. "Wahrscheinlich wurden eine große Menge Endorphine - körpereigene Opiate - ausgeschüttet. Auf diese Weise versucht der Organismus bei schweren Verletzungen, das Schmerzempfinden zu überdecken." Die vermeintlichen Erlebnisse während einer NTE seien letztlich "nichts Einzigartiges". Vor gut zehn Jahren gelang es Neurologen, bei einer Epilepsiepatientin durch elektrische Stimulation der Großhirnrinde viele typische "Nahtoderfahrungen" auszulösen: So berichtete die Patientin während der Behandlung etwa, sie schwebe zwei Meter über ihrem Bett und könne ihren Körper von oben betrachten. Sie erlebte ein Stimmungshoch und nahm intensives Licht wahr.

"Körper, Ich und Welt sind nur Konstrukte unseres Gehirns", sagt Gerhard Roth. "Und solche Konstrukte sind labil." Fallen nur einige Zentren im Gehirn aus, können sie schnell zusammenbrechen - wie bei einer NTE. Ob das dann eine tiefere Bedeutung hat, sei eine andere Frage.

Die Wissenschaft stochert im Dunkeln

Vor allem bei einer Sache bleibt der Hirnforscher skeptisch: In der Nahtoderfahrung erkennt er keinen Blick ins Jenseits. "Nehmen Sie meinen Fall", sagt er: "Ich war zwar schwerverletzt, schwebte während meiner NTE aber aus medizinischer Sicht zu keinem Zeitpunkt in Todesgefahr." Und damit sei er kein Einzelfall. Die Studie von Hubert Knoblauch gibt ihm recht: Nur die Hälfte der Nahtoderfahrenen gab darin an, dass ihr Leben tatsächlich bedroht gewesen sei. Und lediglich bei sechs Prozent der Befragten stand das Herz-Kreislauf-System für eine Weile still. Todesangst scheint also auszureichen, um eine NTE auszulösen, aber auch ein Zustand, bei dem keine Halluzinationen möglich sind, schließt sie nicht aus.

Letztlich stochert die Wissenschaft im Dunkeln. Und das Wichtigste an einer NTE ist wohl das, was sie bei den Betroffenen auslöst.

"Ich habe mich durch diese Erfahrung sehr verändert", sagt die Berliner Diplomingenieurin Christine Brekenfeld: Die Arbeit in der Hochschulverwaltung erschien ihr allein nicht mehr befriedigend. Sie begann zusätzlich in einem Hospiz todkranke Menschen psychologisch zu unterstützen. "Die Dualität: 'lebendig'-'tot' existierte nicht mehr, da wo ich gewesen bin", sagt sie. "Seither weiß ich, dass alles zusammengehört und nichts verlorengeht." Phasenweise gelinge es ihr auch, das Gefühl des inneren Friedens aus der Nahtoderfahrung im Alltag wieder zu empfinden.

Manchmal fragt sie sich, wo sie während der NTE wohl gewesen sei. Im Himmel? Christine Brekenfeld schüttelt den Kopf. "Ich denke eher, dass es eine Reise ganz nach innen war: in mein Herz. Ich habe durch die NTE neu erfahren, wer ich bin." Vor dem Tod fürchte sie sich seither nicht mehr. "Vor allem aber habe ich keine Angst mehr vor dem Leben."

Pamela Krischer-Teichmann wiederum arbeitet an einem Buch über ihre NTE und die Folgen. Aus dem Jenseits habe sie eine Art siebten Sinn mitgebracht, sagt die Arzthelferin. Manchmal spüre sie zum Beispiel auf den ersten Blick, was einem Kranken fehle. Und bis heute spreche die Stimme aus dem Himmel gelegentlich zu ihr. Im Straßenverkehr etwa erhalte sie die Warnung: "Vorsicht, abbremsen!" - und kurz darauf komme ihr ein Wagen entgegengerast.

Sie hofft, dass in Zukunft noch mehr Menschen von diesen Kräften aus dem Jenseits profitieren werden. Denn irgendeinen Sinn müsse es ja haben, dass sie vom Tod gerettet worden sei. "Ich wäre viel lieber im Himmel geblieben!"

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insgesamt 290 Beiträge
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1. Tunneleffekt
Layer_8 09.05.2013
Zitat von sysopMenschen, die im letzten Moment vor dem Tod gerettet wurden, berichten oft von einem Tunnel, von Licht und Erlösung. Viele ändern ihr Leben. http://www.spiegel.dewissen/nach-einem-nahtoderlebnis-wollen-viele-menschen-ihr-leben-aendern-a-898592.html
' Auch dem Tunnel-Effekt glaubt sich Markolf Niemz auf der Spur. "Die Seele wird beim Sterben bis auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt", sagt er. Der Tunnel, von dem viele nach einer NTE berichten, führe also "schnurstracks in die Ewigkeit" - als eine Art Highway to Heaven. Und die steigende Geschwindigkeit der Seele bewirke den aus der Physik bekannten "searchlight effect" ("Scheinwerfereffekt"): Aus der Perspektive eines beschleunigten Objekts kommt das gesamte Umgebungslicht - gebündelt wie bei einem Scheinwerfer - direkt von vorn: "Und auf diese Weise entsteht der Eindruck eines Fluges durch einen Tunnel, an dessen Ende Licht zu sehen ist." ' Nein, der Körper ist eine hohe Potenzialbarriere, welche nach 'oben' hin dünner wird. Je älter die Seele darin wird, desto mehr seelische Zustände werden besetzt, desto wahrscheinlicher ist das durchtunneln der Seele durch diese Potenzialbarriere (Körper). Und das geschieht dann "instantan", ohne begrenzte Lichtgeschwindigkeit ;-)
2. Dass das Gehirn Endorphine produziert, wenn es sich in höchster ....
Holledauer 09.05.2013
.... Gefahr wähnt, ist seit langem bekannt. Man spricht auch bei Ausdauersportlern von einem Endorphinausstoss, der zu Glücksgefühlen führt, wobei dies durchaus Hilferufe des mit Sauerstoff unterversorgten Gehirns sein können und es wahrscheinlich auch sind. Dass die Endorphine unterschiedlich wahrgenommen werden ist ebenfalls nicht verwunderlich. Wie jeder rauschhafte Zustand, wird auch der Endorphin-verursachte Rausch unterschiedlich von den Betroffenen unterschiedlich gefühlt. Es gibt Beispiele bei LSD-Rauschzuständen: Viele berichten von einem Glücksgefühl mit psychedelischen Farbeindrücken usw, manche jedoch von einem Horrortrip! Da der Mensch dazu neigt, Dinge, die er nicht kennt oder für die er keine Erklärung hat, als übernatürlich zu bezeichnen, ist es nicht verwunderlich, dass viele in ihrem Endorphinrausch als einen Blick ins Jenseits interpretieren. Man denke an den Münchner Dienstmann Aloisius, welcher im Suff meinte, von Engeln aus dem Paradies geworfen worden zu sein, obwohl diese "Engel" lediglich Brauknechte des Hofbräuhauses waren. Was jedoch durchaus stimmen kann, ist das vergebliche Warten der Bayrischen Regierung auf himmlische Weisungen, überbracht durch den Engel Aloisius!
3. Da gibt es eine seriöse Forschung zu diesem Thema
winfired 09.05.2013
http://www.reinkarnation.de Diese Ergebnisse sprechen eine klare Sprache, viele Fakten. Wir Menschen würden völlig anderes Leben, wenn wir dies begreifen könnten!
4.
reuanmuc 09.05.2013
Zitat von winfiredWir Menschen würden völlig anderes Leben, wenn wir dies begreifen könnten!
Was hindert Sie daran? Wenn Sie den Schmarrn glauben, dann handeln Sie doch danach! Warum bloß diese Inkonsequenz, gibt es vielleicht doch Zweifel, meldet sich der gesunde Menschenverstand?
5. Nun, wenn das Ganze wenigstens dem Zweck dient ....
centifolia 09.05.2013
... dass ein paar Leute hier und da sich ihrer Endlichkeit bewusst werden und sie ihrem Leben im Hier und Jetzt dann mehr Sinn verleihen, statt ihre Zeit auf Erden zu verdaddeln, als hätten sie zwei oder drei Ersatzleben im Kofferraum, dann ist das doch prima! "Aber, Herr, lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss" - auch als Nicht-Christin finde ich diesen Psalm äußerst klug. Gerade WEIL wir meiner Überzeugung nach nur ein Leben haben, nicht mehr, sollten wir doch alle etwas Wertvolles damit anfangen - oder?
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